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Verdunstungskondensator

Facility Management: Raumlufttechnische Anlagen » Betrieb » Dokumente » Verdunstungskondensator

Dokumentation von Verdunstungskondensatoren in RLT- und Kühlsystemen zur Wartung und Betriebssicherheit

Verdunstungskondensator

Dieses Dokumentenverzeichnis beschreibt die im Facility Management erforderlichen technischen, sicherheitstechnischen und umweltrelevanten Unterlagen für den Betrieb, die Wartung und die Dokumentation von Verdunstungskondensatoren (Evaporative Condensers) in Kälte- und Wärmepumpenanlagen.

Ziel ist die Sicherstellung eines rechtskonformen, energieeffizienten und betriebssicheren Anlagenbetriebs gemäß den Anforderungen der DIN EN 378-Reihe, der Chemikalien-Klimaschutzverordnung (ChemKlimaschutzV) sowie der europäischen F-Gas-Verordnung (EU) 2024/573.

Diese Unterlagen dienen der Nachweisführung gegenüber Behörden, Prüforganisationen, Betreibern und Facility Managern im Rahmen der Betreiberpflichten nach BImSchG, BetrSichV und VDI/BTGA 6044.

Vor-Ort-Informationen – Kälte- und Wärmepumpenanlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Vor-Ort-Informationen

Zweck & Geltungsbereich

Bereitstellung von sicherheits- und betriebstechnischen Informationen am Standort der Anlage.

Relevante Regelwerke/Normen

DIN EN 378-2 (28.2_696)

Schlüsselelemente

Standortkennzeichnung und Anlagen-ID
Gefahren- und Sicherheitshinweise (Kältemittel, Druck, Temperatur)
Notfallinformationen und Abschaltpunkte
Sicherheitsabstände und Evakuierungsrouten

Verantwortlich

Hersteller / Errichter

Praxis-Hinweise

Pflicht gemäß DIN EN 378-2; Dokument muss am Anlagenstandort dauerhaft angebracht und regelmäßig aktualisiert werden.

Erläuterung

Die Vor-Ort-Informationen sind dauerhaft am Verdunstungskondensator bzw. direkt am Anlagenstandort angebracht. Gemäß DIN EN 378-2 müssen sie Angaben zum Hersteller, zur Anlagenidentifikation, zum verwendeten Kältemittel sowie weitere sicherheitsrelevante Kenndaten (z. B. zulässige Drücke, Füllmenge, Gefahrenhinweise) enthalten. Zusätzlich verlangt der Arbeitsschutz, dass eine Kurzbetriebsanleitung oder Betriebsanweisung in der Nähe der Anlage ausgehängt wird, damit das Betriebspersonal im Gefahrenfall sofort weiß, was zu tun ist. Verantwortlich für die Bereitstellung dieser Informationen ist der Hersteller bzw. Errichter; das Facility Management sorgt dafür, dass die Angaben gut sichtbar, lesbar und stets aktualisiert sind. Diese Vor-Ort-Informationen ermöglichen eine schnelle Identifikation und sichere Bedienung im Notfall. Gleichzeitig unterstützen sie das Gefährdungsmanagement gemäß ArbSchG und BetrSichV und dienen im Facility Management als Grundlage für Sicherheitsunterweisungen und Betriebsbegehungen.

Anlagenlogbuch – Kalt- und Kühlwasserkreisläufe

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Anlagenlogbuch für Kalt- und Kühlwasserkreisläufe

Zweck & Geltungsbereich

Dokumentation der Betriebsparameter, Wasserqualität und Wartungsmaßnahmen zur Vermeidung mikrobiologischer Kontaminationen (z. B. Legionellen).

Relevante Regelwerke/Normen

VDI/BTGA 6044 (32.1_1722)

Schlüsselelemente

Betriebsparameter (Temperatur, Leitfähigkeit, pH-Wert)
Chemische Dosierung und Desinfektionsmaßnahmen
Wasseranalysen und Prüfberichte
Wartungs- und Reinigungsmaßnahmen

Verantwortlich

Betreiber / Facility Manager

Praxis-Hinweise

Pflichtdokument im Rahmen der hygienischen Überwachung; wird von Gesundheitsämtern und Prüforganisationen regelmäßig kontrolliert.

Erläuterung

Das Anlagenlogbuch für Kalt- und Kühlwasserkreisläufe dokumentiert den gesamten Betrieb und die Wasserbehandlung in Verdunstungskühlanlagen. Gemäß VDI/BTGA 6044 und den Vorgaben der 42. BImSchV sind Betreiber verpflichtet, die Wasserqualität regelmäßig zu überwachen und Parameter wie Temperatur, pH-Wert, Leitfähigkeit sowie Keimzahlen fortlaufend aufzuzeichnen. Das Logbuch umfasst alle relevanten Betriebsdaten, Nachweise zur chemischen Aufbereitung (z. B. Dosierung von Bioziden) und Desinfektion, Protokolle von Wasseranalysen sowie Einträge zu Wartungs- und Reinigungsmaßnahmen (etwa Spülungen oder Filterreinigungen). Es dient als zentrales Nachweisdokument zur Vermeidung mikrobiologischer Risiken – insbesondere zum Schutz vor Legionellen – und wird von Behörden (z. B. Gesundheitsämtern) im Rahmen von Hygienekontrollen regelmäßig überprüft. Im Facility Management ermöglicht das Anlagenlogbuch eine laufende Überwachung der Wasserqualität, die Optimierung des Anlagenbetriebs sowie die Sicherstellung der Gesetzeskonformität nach der 42. BImSchV.

Systemlogbuch – Kälte- und Wärmepumpenanlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Systemlogbuch

Zweck & Geltungsbereich

Erfassung aller Betriebs-, Prüf- und Wartungsmaßnahmen für die gesamte Kälteanlage einschließlich des Verdunstungskondensators.

Relevante Regelwerke/Normen

DIN EN 378-2 (28.2_696), DIN EN 378-4 (28.2_698)

Schlüsselelemente

Anlagendaten (Kältemittel, Füllmenge, Komponentendaten)
Prüfintervalle und Ergebnisse
Wartungs- und Reparaturmaßnahmen
Kalibrier- und Inspektionsnachweise

Verantwortlich

Errichter / Betreiber

Praxis-Hinweise

Pflicht gemäß DIN EN 378; dient als Nachweis für Sicherheits- und Umweltschutzanforderungen. Bestandteil der technischen Anlagenakte.

Erläuterung

Das Systemlogbuch (oft auch Betriebstagebuch genannt) erfasst lückenlos alle relevanten Vorgänge an der gesamten Kälte- bzw. Wärmepumpenanlage einschließlich des Verdunstungskondensators. DIN EN 378-2 und DIN EN 378-4 verlangen eine umfassende Dokumentation, die sämtliche Anlagendaten und Aktivitäten abbildet. Im Systemlogbuch werden u. a. die Stammdaten der Anlage (etwa Kältemitteltyp und -füllmenge, Anlagen- und Komponentenkennzeichnungen) festgehalten sowie alle Prüfungen, Wartungen und Eingriffe dokumentiert. Dazu zählen beispielsweise durchgeführte Dichtheitsprüfungen (mit Datum und Ergebnis), Wartungsarbeiten, Reparaturen oder Bauteiltausch, Kalibrierungen von Messgeräten und regelmäßige Inspektionen. Das Logbuch wird üblicherweise vom Errichter bei der Inbetriebnahme angelegt und anschließend vom Betreiber bzw. Facility Manager kontinuierlich fortgeführt. Es handelt sich um ein Pflichtdokument, das als Nachweis zur Erfüllung von Sicherheits- und Umweltauflagen dient und Bestandteil der technischen Anlagendokumentation ist. Im praktischen FM-Betrieb wird das Systemlogbuch bei Audits (z. B. Sicherheitsüberprüfungen oder Umweltinspektionen) vorgelegt, unterstützt die strategische Instandhaltungsplanung und liefert wichtige Daten für Energieeffizienzbewertungen.

Aufzeichnungen – Anlagen mit fluorierten Treibhausgasen (F-Gase)

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Aufzeichnungen zu F-Gasen

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis über Umgang, Menge, Rückgewinnung und Entsorgung von fluorierten Kältemitteln.

Relevante Regelwerke/Normen

Regulation (EU) 2024/573 (01.2_1666), ChemKlimaschutzV (02.2_54), VO (EG) 1516/2007, VO (EG) 1497/2007, DIN EN 378-4 (28.2_698)

Schlüsselelemente

Art und Menge des eingesetzten Kältemittels
Leckageprüfungen und Prüfintervalle
Nachfüllungen, Rückgewinnung und Entsorgung
Zertifizierte Fachfirma und Prüfdatum

Verantwortlich

Betreiber / zertifizierte Kältefachfirma

Praxis-Hinweise

Pflichtnachweis gemäß EU-F-Gas-Verordnung; Aufbewahrungspflicht min. 5 Jahre. Grundlage für Umweltberichte und Emissionsbilanzen.

Erläuterung

Diese Aufzeichnungen dokumentieren den ordnungsgemäßen Umgang mit Kältemitteln und stellen die Einhaltung der F-Gas-Vorschriften sicher. Betreiber von Anlagen mit fluorierten Treibhausgasen (z. B. HFKW-Kältemittel) sind gesetzlich verpflichtet, sämtliche Kältemittelbewegungen lückenlos zu erfassen. Die EU-Verordnung 2024/573 sowie die deutsche Chemikalien-Klimaschutzverordnung (ChemKlimaschutzV) schreiben eine detaillierte Protokollierung vor, um Emissionen zu überwachen und zu minimieren. In den F-Gas-Aufzeichnungen werden die Art und Menge des verwendeten Kältemittels (oft auch als CO₂-Äquivalent angegeben), die Ergebnisse der regelmäßigen Leckagekontrollen, alle nachgefüllten oder zurückgewonnenen Mengen sowie durchgeführte Wartungs-, Reparatur- und Entsorgungsmaßnahmen festgehalten. Diese Nachweise werden in der Regel von einer zertifizierten Kältefachfirma im Auftrag des Betreibers geführt und müssen mindestens fünf Jahre aufbewahrt werden. Sie dienen als Beleg für den ordnungsgemäßen Kältemittelumgang und fließen in Umweltberichte und Emissionsbilanzen ein. Im Facility Management sind die F-Gas-Aufzeichnungen ein integraler Bestandteil des Umweltmanagements (nach ISO 14001) und der Nachhaltigkeitsberichterstattung (ESG-Kriterien).

Prüfbescheinigung – Erstprüfung auf Dichtheit

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Prüfbescheinigung – Erstprüfung auf Dichtheit

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis über die ordnungsgemäße Dichtheitsprüfung vor Inbetriebnahme der Kälteanlage.

Relevante Regelwerke/Normen

DIN 18379 (VOB/C ATV) (28.1_103)

Schlüsselelemente

Prüfmethode und Prüfmedium
Prüfdruck, Dauer und Temperatur
Messergebnisse und Bewertung
Unterschrift des Prüftechnikers

Verantwortlich

Errichter / Kältefachfirma

Praxis-Hinweise

Bestandteil der Abnahmeunterlagen; erforderlich für die CE-Konformität und Betriebsgenehmigung

Erläuterung

Bevor eine Kälte- oder Wärmepumpenanlage in Betrieb geht, muss ihre Dichtheit einwandfrei geprüft und dokumentiert sein. DIN 18379 (VOB/C) verlangt, dass der Errichter (Auftragnehmer) eine Erstprüfung auf Dichtheit durchführt und dem Auftraggeber hierüber eine schriftliche Prüfbescheinigung aushändigt. Auch DIN EN 378-2 schreibt die Dichtheitsprüfung als Teil der Inbetriebnahme vor und fordert deren schriftliche Dokumentation. In der Bescheinigung sind das angewandte Prüfverfahren (z. B. Druckprüfung mit inertem Gas), der Prüfdruck, die Prüfdauer, die Temperatur während der Prüfung, sämtliche Messergebnisse sowie eine Bewertung der Dichtheit festgehalten. Zudem tragen der Prüftechniker und – falls erforderlich – ein Vertreter des Betreibers ihre Unterschriften ein. Die Prüfbescheinigung ist Bestandteil der Abnahmedokumentation und Voraussetzung für die CE-Konformität der Anlage sowie ggf. eine behördliche Betriebserlaubnis. Sie bildet die Grundlage für die Festlegung künftiger Prüfintervalle und muss vom Betreiber im Systemlogbuch bzw. der technischen Anlagendokumentation archiviert werden.

Betriebsanleitung – Kälte- und Wärmepumpensysteme

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Betriebsanleitung

Zweck & Geltungsbereich

Anleitung zur sicheren Bedienung, Wartung und Überwachung der Anlage.

Relevante Regelwerke/Normen

DIN EN 378-3 (28.2_697), DIN EN 378-2 (28.2_696)

Schlüsselelemente

Beschreibung der Anlage und Komponenten
Betriebs- und Wartungsanweisungen
Sicherheitshinweise und PSA-Vorgaben
Prüf- und Notfallmaßnahmen
Kontaktinformationen des Herstellers

Verantwortlich

Hersteller / Errichter

Praxis-Hinweise

Muss in deutscher Sprache vorliegen und am Anlagenstandort verfügbar sein. Grundlage für Betriebsschulung und Sicherheitsunterweisung.

Erläuterung

Die Betriebsanleitung ist das umfassende Handbuch für den sicheren Betrieb und die Wartung der Kälte- bzw. Wärmepumpenanlage. Sie wird vom Hersteller gemäß DIN EN 378-2 und DIN EN 378-3 bereitgestellt. Eine vollständige Betriebsanleitung enthält alle relevanten Informationen – von der Beschreibung der Anlage und ihrer Komponenten über die normalen Betriebs- und Wartungsanweisungen bis hin zu Sicherheitshinweisen (einschließlich der erforderlichen persönlichen Schutzausrüstung), Vorgaben für Prüfungen und Notfallmaßnahmen sowie den Kontakt des Herstellers. In Deutschland muss die Anleitung in deutscher Sprache vorliegen und am Anlagenstandort jederzeit zugänglich sein. Das Facility Management stellt sicher, dass die Betriebsanleitung aktuell gehalten wird und bei Änderungen an der Anlage angepasst wird. Die Betriebsanleitung ist die Grundlage für die Einweisung und Schulung des Bedienpersonals und für Sicherheitsunterweisungen gemäß BetrSichV und ArbSchG.

Energie- und Anlageneffizienzbewertung

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Energieeffizienzbewertung

Zweck & Geltungsbereich

Bewertung der Energieeffizienz und der ökologischen Leistung der Anlage.

Relevante Regelwerke/Normen

DIN EN 378-3 (28.2_697), EU-Verordnung 2024/573

Schlüsselelemente

Kälteleistung und Energieverbrauch
Wärmerückgewinnung und Regelungsoptimierung
Umweltkennzahlen (TEWI, GWP)
Handlungsempfehlungen zur Optimierung

Verantwortlich

Betreiber / Energieberater / Facility Manager

Praxis-Hinweise

Dient als Grundlage für Energieaudits (ISO 50001) und Nachhaltigkeitsberichte.

Erläuterung

Die Energie- und Anlageneffizienzbewertung analysiert die Leistungsfähigkeit der Kälteanlage und ihres Verdunstungskondensators hinsichtlich Energieverbrauch und Umweltauswirkungen. Dabei werden zentrale Kenngrößen wie Kälteleistung, Stromverbrauch und Wirkungsgrade (z. B. der COP – Coefficient of Performance) betrachtet, ebenso wie Möglichkeiten zur Wärmerückgewinnung und Optimierung der Regelungstechnik. Auch Umweltkennzahlen fließen ein: Zum Beispiel der GWP-Wert (Global Warming Potential) des eingesetzten Kältemittels und der berechnete TEWI (Total Equivalent Warming Impact), der sowohl direkte Emissionen durch Kältemittelverluste als auch indirekte Emissionen aus dem Energieverbrauch berücksichtigt. Der Bewertungsbericht schließt in der Regel mit konkreten Handlungsempfehlungen ab – etwa Anpassungen von Betriebseinstellungen, Verbesserung der Wartungsabläufe oder technische Nachrüstungen, um den Energieverbrauch zu senken. Erstellt wird die Effizienzbewertung üblicherweise vom Betreiber selbst oder einem externen Energieberater in Abstimmung mit dem Facility Manager. Sie dient als Grundlage für Energieaudits (z. B. nach ISO 50001) und fließt in die Nachhaltigkeits- und Klimaschutzberichte des Unternehmens ein. Im Facility Management unterstützt sie die strategische Instandhaltungsplanung, indem sie Ansatzpunkte zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Reduktion der CO₂-Emissionen aufzeigt.

Betriebs- und Sicherheitsunterlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Betriebsanweisung für Verdunstungskondensatoren

Zweck & Geltungsbereich

Anleitung für den sicheren Betrieb und die Instandhaltung von Kälteanlagen, Verdunstungskondensatoren und Wärmepumpen.

Relevante Regelwerke/Normen

DGUV-I 211-010, DGUV-R 100-500

Schlüsselelemente

Gefährdungsbeurteilung und Schutzmaßnahmen PSA (Persönliche Schutzausrüstung) Hinweise zu Leckagen, Kältemittelaustritt und Notfällen Betrieb und Wartung nach DIN EN 378 Sicherheitskennzeichnung und Schulungsanforderungen

Verantwortlich

Arbeitgeber / Unternehmer

Praxis-Hinweise

Pflichtdokument nach §12 ArbSchG und BetrSichV. Wird im FM zur Unterweisung des Wartungs- und Bedienpersonals eingesetzt.

Erläuterung

Die Betriebsanweisung nach DGUV-I 211-010 und DGUV-R 100-500 ist ein zentrales Sicherheitsdokument für den Betrieb von Kälte- und Klimaanlagen. Sie legt konkrete Verhaltensregeln, Schutzmaßnahmen und Notfallprozeduren für den Umgang mit Verdunstungskondensatoren fest und muss regelmäßig – im Zuge der Gefährdungsbeurteilung – aktualisiert werden. Arbeitgeber sind gesetzlich verpflichtet (gemäß § 12 ArbSchG und BetrSichV), eine schriftliche Betriebsanweisung zur Verfügung zu stellen und alle Beschäftigten, die an der Anlage arbeiten, vor Aufnahme der Tätigkeit und mindestens einmal jährlich anhand dieser Anweisung zu unterweisen.

Typische Inhalte einer Betriebsanweisung umfassen die Beschreibung spezifischer Gefährdungen (z.B. durch austretendes Kältemittel oder heiße Oberflächen), erforderliche Schutzmaßnahmen und PSA, Hinweise zum Verhalten bei Leckagen oder Störungen (einschließlich Alarmierungskette und Erste Hilfe) sowie Anweisungen für den sicheren Normalbetrieb und die Wartung entsprechend DIN EN 378. Ebenso werden Hinweise zur richtigen Sicherheitskennzeichnung der Anlage gegeben. Um die Wirksamkeit zu erhöhen, sollte eine Kurzfassung der Betriebsanweisung gut sichtbar in Anlagennähe ausgehängt werden. Im Facility Management bildet die Betriebsanweisung die Grundlage für die Mitarbeiterschulung und dient als Nachweis der Unterweisung gegenüber Aufsichtsbehörden und Versicherern.

Betriebsjournal – Kalt- und Kühlwasserkreisläufe

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Betriebslogbuch für Verdunstungskondensatoren

Zweck & Geltungsbereich

Erfassung aller Betriebs-, Wartungs- und Kontrollvorgänge von Kälte- und Kühlwasserkreisläufen.

Relevante Regelwerke/Normen

VDI/BTGA 6044

Schlüsselelemente

Betriebstemperaturen, Drücke, Kühlleistungen
Wasserqualitätsparameter (pH, Leitfähigkeit, Biozidzugabe)
Wartungs- und Prüfintervalle
Ereignisprotokolle (Störungen, Stillstände)
Verantwortliche Personen und Zeitstempel

Verantwortlich

Betreiber / Facility Manager

Praxis-Hinweise

Dient als Nachweis bei Audits, Gesundheitsämtern und Versicherern. Im FM Grundlage für Instandhaltungsplanung und Betriebskontrolle.