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Rohre im Kühlkreislauf

Facility Management: Raumlufttechnische Anlagen » Betrieb » Dokumente » Rohre im Kühlkreislauf

Dokumentation von Rohren im Kühlkreislauf zur Sicherstellung von Betrieb und Wartung

Rohre und Leitungen im Kühlkreislauf

Diese Dokumentationsübersicht beschreibt die vollständig erforderlichen betriebs-, sicherheits- und umweltrelevanten Unterlagen für Rohrleitungen im Kältemittelkreislauf von Kälteanlagen und Wärmepumpen in Gebäuden. Rohrleitungen im Kältekreis sind sicherheitskritische Anlagenteile, da sie unter Druck stehen, fluorierte Treibhausgase führen können und maßgeblich die Funktions-, Umwelt- und Betriebssicherheit beeinflussen. Die nachfolgend dargestellten Dokumente stellen sicher, dass Planung, Errichtung, Betrieb, Überwachung und Stilllegung im Sinne der DIN-EN-378-Reihe, der F-Gas-Regelungen, des Arbeitsschutzes sowie der anerkannten Regeln des Facility Managements rechtskonform, auditfest und nachvollziehbar erfolgen.

Kältemittelrohre und Leitungssysteme im Facility Management

Kennzeichnung und Hinweise an Rohrleitungssystemen

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttyp

Vor-Ort-Information / Kennzeichnung

Zweck & Geltungsbereich

Eindeutige Identifikation von Rohrleitungen im Kältemittelkreislauf

Rechtsgrundlagen / Normen

DIN EN 378-2 § 6.4.2.3; DIN 2403; DIN 2405

Zentrale Inhalte

Kältemittelbezeichnung                                                                                                                                                                                                             
Fließrichtung
Druckstufe
Gefahrenkennzeichnung

Verantwortliche

Hersteller und/oder Errichter

Praxisrelevanz

Grundlage für Wartung, Störungsbeseitigung und Notfälle

Erläuterung:

Die Vor-Ort-Kennzeichnung von Rohrleitungen ist eine verbindliche Anforderung der DIN EN 378-2. Sie stellt sicher, dass vor Ort zusammengestellte Rohrleitungen durch farbige Schilder eindeutig identifiziert werden. Gemäß den nationalen Normen DIN 2403 und DIN 2405 werden Durchflussstoff, Fließrichtung und Zustand (kaltes Gas, heißes Gas oder Flüssigkeit) eindeutig farblich gekennzeichnet. Diese Kennzeichnung ermöglicht ein sicheres Arbeiten, beschleunigt die Störungsbeseitigung und dient im Notfall zur schnellen Information über Gefährdungen.

Anlagenbuch im technischen Betrieb

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttyp

Anlagenbuch

Zweck & Geltungsbereich

Dokumentation des laufenden Betriebs und aller relevanten Ereignisse

Rechtsgrundlagen / Normen

VDI/BTGA 6044

Zentrale Inhalte

Betriebsdaten
Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen
Störungen und Reparaturen

Verantwortliche

Betreiber

Praxisrelevanz

Zentrales Dokument für Betreiberverantwortung und Audits

Erläuterung:

Das Anlagenbuch bildet den kontinuierlichen Nachweis über den ordnungsgemäßen Betrieb der Kälte- oder Wärmepumpenanlage einschließlich der Rohrleitungen. Die VDI/BTGA 6044 fordert, dass Betreiber von Kalt- und Kühlwasserkreisläufen alle wesentlichen Betriebsparameter kontinuierlich erfassen. Dazu gehören insbesondere die Dokumentation der Wasserqualität, der pH-Werte, der Leitfähigkeit und der Gesamthärte sowie das Datum des Austauschs von Filterharzen oder Enthärtungsmedien. Ein gut geführtes Anlagenbuch ist die Grundlage für Audits, Gewährleistungsansprüche und unterstützt die Planung von Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen.

Systembuch für technische Anlagen

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttyp

Systembuch

Zweck & Geltungsbereich

Technische Gesamtdokumentation des Kältemittelsystems

Rechtsgrundlagen / Normen

DIN EN 378-2; DIN EN 378-4

Zentrale Inhalte

Systemaufbau
Rohrleitungsführung
Druck- und Sicherheitskonzepte

Verantwortliche

Errichter

Praxisrelevanz

Referenz für Umbauten, Prüfungen und Störungsanalysen

Erläuterung:

Das Systembuch (auch Anlagenprotokoll oder Logbuch) stellt den technischen Soll-Zustand der Kälteanlage dar. Nach DIN EN 378-4 § 4.3 ist für Anlagen mit mehr als 3 kg Kältemittel ein Anlagenprotokoll zu führen, das stets auf aktuellem Stand gehalten werden muss. Dieses Protokoll enthält neben den Anlagendaten Einzelheiten aller Instandhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen, die Art und Menge des eingefüllten oder zurückgewonnenen Kältemittels, Analyseergebnisse von wiederverwendeten Kältemitteln, die Herkunft recycelter Medien, Bauteiländerungen sowie die Ergebnisse regelmäßiger Prüfungen. Das Protokoll muss im Aufstellungsraum bereitgehalten und den Behörden auf Verlangen vorgelegt werden. Es dient Planern, Errichtern und Betreibern als Referenz für Umbauten, Wiederholungsprüfungen und Störungsanalysen.

Aufzeichnungen zu fluorierten Treibhausgasen

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttyp

F-Gas-Aufzeichnungen

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis über Einsatz, Dichtheit und Verluste von Kältemitteln

Rechtsgrundlagen / Normen

VO (EG) 1497/2007; VO (EG) 1516/2007; ChemKlimaschutzV; Verordnung (EU) 2024/573; DIN EN 378-4

Zentrale Inhalte

Kältemittelmenge
Leckageprüfungen
Nachfüllungen und Rückgewinnung

Verantwortliche

Betreiber

Praxisrelevanz

Umweltrechtlicher Pflichtnachweis

Erläuterung:

Die EU-Verordnung (EU) 2024/573 löst die Verordnung (EU) 517/2014 ab und verpflichtet Betreiber zur Emissionsminderung von fluorierten Treibhausgasen. Zu den Betreiberpflichten zählen insbesondere die Pflicht zu Dichtheitskontrollen (Art. 5), die Installierung von Leckageerkennungssystemen (Art. 6), Aufzeichnungspflichten über die eingesetzten Kältemittel sowie Rückgewinnungspflichten. Die Durchführungsverordnung (EG) 1516/2007 konkretisiert, dass die Aufzeichnungen Name, Anschrift und Telefonnummer des Betreibers, die Füllmenge der fluorierten Treibhausgase und die Ursachen festgestellter Lecks enthalten müssen; falls die Füllmenge unbekannt ist, muss sie durch zertifiziertes Personal ermittelt werden. Die Aufzeichnungen dienen der Überwachung von Leckageprüfungen, Nachfüllungen und Rückgewinnungen und müssen auf Verlangen der Behörden vorgelegt werden. Die Chemikalien-Klimaschutzverordnung setzt diese Vorgaben national um und legt Zertifizierungs- und Sachkundepflichten für Personal und Unternehmen fest.

Betriebsanleitungen im technischen Betrieb

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttyp

Betriebsanleitung

Zweck & Geltungsbereich

Sicherer und bestimmungsgemäßer Betrieb der Rohrleitungen

Rechtsgrundlagen / Normen

DIN EN 378-2; DIN EN 378-3

Zentrale Inhalte

Betriebshinweise
Wartungsvorgaben
Sicherheitshinweise

Verantwortliche

Hersteller und/oder Errichter

Praxisrelevanz

Grundlage für Betrieb und Unterweisung

Erläuterung:

Die Betriebsanleitung ist das maßgebliche Dokument für den ordnungsgemäßen Betrieb der Kälteanlage. Als harmonisierte Norm zur Maschinenrichtlinie 2006/42/EG beschreibt DIN EN 378-2 § 6.4.3.2 die Anforderungen an das Bedienungs-Handbuch. Es muss den Verwendungszweck und eine Beschreibung der Anlage, Fließ- und Schaltbilder, Anweisungen zum An- und Abschalten, zum Entsorgen von Betriebsflüssigkeiten und Bauteilen sowie Hinweise auf die Ursachen häufiger Fehler und Maßnahmen zur Behebung enthalten. Darüber hinaus sind in der Anleitung Sicherheitshinweise und Anweisungen zum Umgang mit Leckagen aufzunehmen. Der Hersteller oder Errichter muss die Betriebsanleitung in der Landessprache des Benutzers liefern und regelmäßig aktualisieren.

Nachweis zur Dichtheitsprüfung von Anlagen

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttyp

Prüfbescheinigung

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der dichten Ausführung der Rohrleitungen

Rechtsgrundlagen / Normen

DIN 18379 (VOB/C); VDMA 24243; F-Gas-Regelungen

Zentrale Inhalte

Prüfmethode
Prüfdruck
Ergebnis und Datum

Verantwortliche

Errichter

Praxisrelevanz

Voraussetzung für Inbetriebnahme

Erläuterung:

Vor der Inbetriebnahme muss die Dichtheit des Kältemittelkreislaufs nachgewiesen werden. Die Dichtheitskontrolle ist an der vollständig montierten Anlage durchzuführen, bevor Rohrleitungen unzugänglich werden. Dabei sind alle lösbaren Verbindungen zugänglich zu halten oder durch unlösbare Verbindungen zu ersetzen, wenn fluorierte Gase eingesetzt werden. Nach VDMA-Einheitsblatt 24243 ist für die Erstprüfung eine Nachweisempfindlichkeit von mindestens 5 g/a erforderlich; daher sollte ein prüfgasbasiertes Verfahren mit Formiergas (Stickstoff/Wasserstoff) angewendet werden. Das Prüfprotokoll muss die Prüfmethode, den Prüfdruck, das Prüfgas und das Ergebnis mit Datum dokumentieren. Die Bescheinigung wird vom Errichter erstellt und bildet die Basis für Gewährleistung und Betrieb.

Arbeitsschutzbezogene Betriebsanweisung

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttyp

Betriebsanweisung

Zweck & Geltungsbereich

Schutz der Beschäftigten bei Arbeiten an Rohrleitungen

Rechtsgrundlagen / Normen

DGUV-I 211-010; DGUV-R 100-500

Zentrale Inhalte

Gefährdungen
Schutzmaßnahmen
Verhalten im Störfall

Verantwortliche

Arbeitgeber / Unternehmer

Praxisrelevanz

Bestandteil der Gefährdungsbeurteilung

Erläuterung:

Die Betriebsanweisung ist eine arbeitsrechtlich verbindliche Unterlage. Nach DGUV Information 211-010 haben Betriebsanweisungen das Ziel, Unfälle und Gesundheitsrisiken zu vermeiden; sie beschreiben Gefahren, Schutzmaßnahmen und das Verhalten im Störfall und dienen als Grundlage für die Unterweisung der Beschäftigten. Sie sind an die konkreten Arbeitsabläufe anzupassen und müssen schriftlich, verständlich und zugänglich sein. Die DGUV Regel 100-500 erläutert allgemein die Pflichten des Unternehmers beim Betreiben von Arbeitsmitteln; die Empfehlungen in dieser Regel zeigen Wege auf, wie Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren vermieden werden können. Die Erstellung der Betriebsanweisung erfolgt im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung und ist vom Arbeitgeber zu unterzeichnen und regelmäßig zu überprüfen.

Betriebsprotokoll von Kältemittelrohrleitungen

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel / -typ

Betriebsbuch

Zweck & Geltungsbereich

Laufende Dokumentation des Betriebszustands und der Eingriffe an Rohrleitungen im Kälte- bzw. Kühlwasserkreislauf

Relevante Regelwerke

VDI/BTGA 6044, DIN EN 378-2

Zentrale Inhalte

Betriebszeiten und Lastzustände
Störungen und Leckagen
Wartungs- und Instandsetzungsmaßnahmen
Eingesetzte Kältemittel

Verantwortliche

Betreiber der Kälteanlage

Praxisrelevanz

Zentrales Nachweisdokument für Prüfungen, Audits und Betreiberpflichten

Erläuterung:

Das Betriebsbuch dient als kontinuierlicher Nachweis einer ordnungsgemäßen Betriebsführung. Bereits bei der Planung und Errichtung von Kalt- und Kühlwassersystemen fordert die VDI/BTGA 6044, dass ein Anlagenbuch mit allen wichtigen Anlagenparametern geführt und ein Mindestumfang an Wasseranalysen (Betriebsbuch) geplant oder eine kontinuierliche Überwachung vorgesehen wird. Die DIN EN 378-2 schreibt für Kälteanlagen die Kennzeichnung der Rohrleitungen, eine Betriebsanleitung, eine Konformitätserklärung sowie ein Betriebsprotokoll vor. Für Anlagen mit mehr als 5 t CO₂-Äquivalenten fluorierter Kältemittel verlangt die F-Gas-Verordnung eine regelmäßige Dichtheitskontrolle: alle 12 Monate bei Füllmengen zwischen 3 und 30 kg, alle 6 Monate zwischen 30 und 300 kg und alle 3 Monate bei mehr als 300 kg. Die Ergebnisse sind im Betriebsbuch zu dokumentieren, wobei auch Art und Menge der verwendeten Kältemittel, nachgefüllte bzw. zurückgewonnene Mengen und die Anschrift des zertifizierten Installationsbetriebs festzuhalten sind. Diese Dokumentation muss mindestens fünf Jahre aufbewahrt und der zuständigen Behörde auf Verlangen vorgelegt werden.

Dokumentation der Rohrleitungsinstallation

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel / -typ

Installations- und Montageunterlagen

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der fachgerechten Installation der Rohrleitungen im Kältekreislauf

Relevante Regelwerke

DIN EN 378-2, VDI/BTGA 6044

Zentrale Inhalte

verwendete Rohrwerkstoffe
Verbindungsarten (Schweißen, Löten)
Druck- und Dichtheitsprüfungen

Verantwortliche

Installationsunternehmen

Praxisrelevanz

Grundlage für Abnahme, Betrieb und spätere Umbauten

Erläuterung:

Die Installationsdokumentation belegt die normgerechte Ausführung der Rohrleitungen und bildet die Basis für die Anlagenabnahme. Nach DIN EN 378-2 müssen Kälteanlagen über ein Kennzeichnungsschild verfügen, die Rohrleitungen eindeutig gekennzeichnet sein und neben der Betriebsanleitung eine Konformitätserklärung sowie ein RI-Fließbild vorhanden sein. Zudem schreibt die Norm Prüfungen der Druckfestigkeit und Dichtheit der Rohrleitungen vor. Die VDI/BTGA 6044 verlangt ergänzend zur Materialdokumentation eine kontinuierliche Überwachung der Wasserqualität, um Korrosionsschäden zu vermeiden. Diese Unterlagen stellen sicher, dass alle Komponenten den technischen Regeln entsprechen und dienen im späteren Betrieb als Grundlage für Wartung und Umbauten.

Rohrleitungs- und Instrumentenfließschema

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel / -typ

Rohrleitungs und Instrumentenfließschema (P&ID)

Zweck & Geltungsbereich

Grafische Gesamtdarstellung des Kältekreislaufs einschließlich Rohrleitungen, Armaturen und Messstellen

Relevante Regelwerke

DIN EN 378-2

Zentrale Inhalte

Rohrleitungsführung
Absperr- und Sicherheitseinrichtungen
Mess- und Regeltechnik

Verantwortliche

Hersteller und/oder Installateur

Praxisrelevanz

Zentrales Arbeitsmittel für Betrieb, Wartung und Störungsanalyse

Erläuterung:

Das Rohrleitungs- und Instrumentenfließschema (P&ID) bietet dem Facility Management eine schnelle Systemübersicht. Die DIN EN 378-2 fordert ein RI-Fließbild nach EN 1861 als Bestandteil der Dokumentation. Es stellt die Leitungsführung, Armaturen, Mess- und Regelgeräte sowie Sicherheitseinrichtungen grafisch dar und ermöglicht dadurch eine sichere Planung, Instandhaltung und Störungsanalyse. Für Umbauten und Notfalleingriffe ist das P&ID unverzichtbar, da es die Lage aller Absperreinrichtungen und Messstellen zeigt und dadurch Unfälle oder Betriebsunterbrechungen verhindert.

Fachkundenachweis für Arbeiten an F-Gas-Anlagen

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel / -typ

Fachkundenachweis

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der fachlichen Qualifikation für Tätigkeiten an F-Gas-Anlagen

Relevante Regelwerke

Chemikalien-Klimaschutzverordnung (§ 5)

Zentrale Inhalte

absolvierte Schulungen
Prüfungsnachweis
Gültigkeitsdauer

Verantwortliche

Schulungs- und Bildungsträger

Praxisrelevanz

Voraussetzung für Arbeiten an kältemittelführenden Rohrleitungen

Erläuterung:

Gemäß § 5 Chemikalien-Klimaschutzverordnung dürfen Arbeiten an Kältemittelkreisläufen nur von Personen durchgeführt werden, die eine entsprechende Sachkundebescheinigung vorweisen, über die notwendige technische Ausstattung verfügen und zuverlässig sind. Die Bescheinigung wird nach einer anerkannten Ausbildung und Prüfung ausgestellt und deckt jeweils einen bestimmten Tätigkeitstyp ab. Ohne gültigen Fachkundenachweis sind Arbeiten an Anlagen mit fluorierten Kältemitteln rechtlich unzulässig. Die neuen Zertifikatskategorien (A1 bis E) der EU-F-Gas-Verordnung differenzieren den Tätigkeitsumfang: A1 und A2 für fluorierte Treibhausgase und Kohlenwasserstoffe (mit unterschiedlichen Füllmengen), B für Kohlendioxid, C für Ammoniak, D nur für die Rückgewinnung und E ausschließlich für Dichtheitskontrollen. Zertifizierte Personen müssen spätestens alle sieben Jahre an einem Auffrischungskurs teilnehmen. Diese Zertifikate werden von anerkannten Kammern oder Fortbildungseinrichtungen nach § 5 Abs. 2 ChemKlimaschutzV ausgestellt.

Personenbezogenes Zertifikat für F-Gase

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel / -typ

Personenzertifikat

Zweck & Geltungsbereich

EU-weiter Qualifikationsnachweis für natürliche Personen

Relevante Regelwerke

Verordnung (EU) 2024/573, Chemikalien-KlimaschutzV

Zentrale Inhalte

Tätigkeitsumfang
Zertifizierungsstelle
Laufzeit

Verantwortliche

Anerkannte Zertifizierungsstelle

Praxisrelevanz

Erforderlich für Montage, Wartung und Stilllegung

Erläuterung:

Die EU-Verordnung 2024/573 ersetzt die Verordnung ( EU ) 517/2014 und schreibt vor, dass Personen für den Umgang mit F-Gas-Anlagen ein personenbezogenes Zertifikat besitzen müssen. Seit dem Inkrafttreten am 11. März 2024 ist für den Import und Export von F-Gas-haltigen Stoffen eine Lizenz erforderlich, die im F-Gas-Portal beantragt wird. Die Verordnung setzt den schrittweisen Phase-down der teilfluorierten Kohlenwasserstoffe fort und ergänzt die Regelungen zu Emissionsbegrenzung, Dichtheitsprüfungen, Zertifizierung und Kennzeichnung. Personen mit Zertifikat erhalten einen EU-weit anerkannten Qualifikationsnachweis, der die in ihrem Zertifikat definierte Tätigkeit (z. B. Installation, Wartung, Stilllegung) und die verantwortliche Zertifizierungsstelle ausweist. In Deutschland müssen die Zertifikate alle sieben Jahre durch Auffrischungskurse erneuert werden.

Unternehmenszertifikat für F-Gas-Tätigkeiten

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel / -typ

Unternehmenszertifikat

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der organisatorischen und fachlichen Eignung eines Unternehmens

Relevante Regelwerke

Verordnung (EU) 2024/573, § 6 Chemikalien-Klimaschutzverordnung

Zentrale Inhalte

qualifiziertes Personal
geeignete Ausrüstung
organisatorische Prozesse

Verantwortliche

Zertifizierungsstelle

Praxisrelevanz

Voraussetzung für den gewerblichen Betrieb an Kälteanlagen

Erläuterung:

Unternehmen dürfen Installation, Reparatur, Wartung oder Stilllegung von Kälte- und Wärmepumpenanlagen nur durchführen, wenn sie über ein gültiges Unternehmenszertifikat verfügen. § 6 Chemikalien-Klimaschutzverordnung verpflichtet Unternehmen, für diese Tätigkeiten ein Zertifikat zu beantragen; es bescheinigt Sitz und Standort des Unternehmens, die bescheinigten Tätigkeiten und die verfügbaren qualifizierten Personen. Das Zertifikat wird von einer zuständigen Behörde nach Maßgabe der EU-Durchführungsverordnungen ausgestellt. Die Verordnung (EU) 2024/573 schreibt vor, dass F-Gase in bestimmten Fällen nur an zertifizierte Unternehmen verkauft oder von ihnen erworben werden dürfen und dass die Unternehmen zusätzlich zertifizierte Personen beschäftigen müssen. Für Tätigkeiten, die ausschließlich die Rückgewinnung (Zertifikat D) oder Dichtheitsprüfungen (Zertifikat E) betreffen, ist kein Unternehmenszertifikat erforderlich; dennoch muss sachkundiges Personal vorhanden sein. Im Facility Management dient das Unternehmenszertifikat als zwingender Nachweis für Vergaben, Audits und Behördenprüfungen.