Kühlsysteme (ohne F-Gase als Kältemittel)
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Kühlsysteme (ohne F-Gase als Kältemittel)
Kälteanlagen ohne fluorierte Treibhausgase nutzen natürliche Kältemittel wie Ammoniak, Kohlendioxid oder Kohlenwasserstoffe. Solche Anlagen sind im Facility Management überwachungsbedürftige technische Einrichtungen. Das Umweltbundesamt hebt hervor, dass natürliche Kältemittel unbegrenzt verfügbar, kostengünstig, klimafreundlich und energieeffizient sind und nicht unter die EU-F-Gas-Regulierung fallen. Für nahezu jedes fluorierte Kältemittel existiert eine nicht-halogenierte Alternative, und Anlagen mit Ammoniak oder CO₂ sind seit Jahrzehnten bewährt. Allerdings sind einige natürliche Kältemittel giftig oder brennbar, weshalb hohe Sicherheitsanforderungen einzuhalten sind.
Rechtlich gehören solche Anlagen zu den überwachungsbedürftigen Anlagen. Das Gesetz über überwachungsbedürftige Anlagen (ÜAnlG) definiert sie als Einrichtungen, von denen erhebliche Gefahren für Leben und Gesundheit ausgehen können. Betreiber müssen die Anlage sicher errichten, betreiben und instand halten sowie regelmäßige Gefährdungsbeurteilungen und Schutzmaßnahmen durchführen. Technische, organisatorische und personenbezogene Schutzmaßnahmen sind in dieser Reihenfolge umzusetzen und ihre Wirksamkeit vor Inbetriebnahme zu prüfen. Vor der ersten Inbetriebnahme und regelmäßig danach sind Prüfungen durch eine zugelassene Überwachungsstelle (ZÜS) durchzuführen. Die Bundesländer müssen Anlagenregister führen, in denen Daten zur Anlage, dem Betreiber und zum Prüfstatus erfasst werden. Neben dem ÜAnlG gelten Baurecht, Vergaberecht, Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV), die Druckgeräteverordnung, DIN EN 378 (Sicherheit technischer Kälteanlagen) und landesrechtliche Überwachungsvorschriften. Die nachfolgende Dokumentationsstruktur ermöglicht eine rechts-, norm- und revisionssichere Planung, Vergabe, Genehmigung, den Betrieb sowie die Überwachung von Kälteanlagen ohne F-Gase.
Kühlsysteme ohne F-Gase im Überblick
- Vor-Ort-Informationen
- Angebot – Bauleistungen Kälteanlage
- Anlagenbeschreibung – Technische Ausrüstung
- Anlagenbuch
- Anlagentagebuch – Kalt-/Kühlwasserkreisläufe
- Anlagenregister für überwachungsbedürftige Anlagen
- Systemtagebuch – Kälteanlagen
- Antrag auf Ausnahmegenehmigung nach BetrSichV
- Antrag auf behördliche Genehmigung
- Prüfprogramm für Druckanlagen
- Übersicht der Verjährungsfristen für Mängelansprüche
- Aufmaß- und Messunterlagen – Technische Ausrüstung
- Nachweis über Prüfung von Schutzmaßnahmen
- Prüfprotokolle für Arbeitsmittel
- Prüfprotokolle für elektrische Betriebsmittel
- Ausschreibungszeichnungen – Technische Ausrüstung
- Ausführungs- und Konstruktionspläne
- Bestellung befähigter Personen zur Prüfung
- Betriebs- und Wartungshandbuch
- Benutzerinformationen für Maschinen
- Berechnung und Auslegung – LPH 3
- Berechnung und Auslegung – LPH 5
- Berechnung und Auslegung – LPH 7
- Lebenszykluskostenberechnung (LCC)
- Bestandsaufnahme, grafische Darstellung und Neuberechnung
- Bestellung von Koordinatoren (Arbeitsschutz / Fremdfirmen)
- Betriebs- und Wartungsanleitung – Schnellverschlüsse an Druckbehältern
- Betriebsanleitung – Arbeitsmittel
- Betriebsanleitung – Druckgeräte
- Maschinen-Betriebsanleitung
- Betriebsanleitung – Maschinenrechtliche Anforderungen
- Betriebs- und Sicherheitsinformationen – Druckgeräte
- Betriebs- und Sicherheitsinformationen – Elektrische Betriebsmittel
- Interdisziplinäre Betriebsanweisung – Technische Ausrüstung
- Betriebsanweisung – Arbeitsmittel
- Betriebstagebuch
- Betriebstagebuch – Kalt-/Kühlwasserkreisläufe
- Betriebskostenberechnung
- Sicherheitstechnische Bewertung – Überwachungsbedürftige Anlagen
- Brandschutz- / Brandfall-Steuermatrix
- Lösungsdarstellung – LPH 5
- Lösungsbeschreibung – LPH 7
- Datenerhebung, Analyse- und Optimierungsprozesse
- Instandhaltungsunterlagen
- Dokumentation der Dämm- und Brandschutzarbeiten
- Installationsdokumentation – Kälteanlagen und Wärmepumpen
- Dokumentation für vereinfachtes Verfahren
- Bauablaufdokumentation / Bautagebuch
- Vergabedokumentation
- Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung
- Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung – Arbeitsmittel
- Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung – Überwachungsbedürftige Anlagen
- Eignungsnachweis des Bauunternehmens
- Einbauerklärung – Unvollständige Maschine
- Festlegung der Anforderungen an befähigte Personen
- Festlegung von Art, Umfang und Fristen der Prüfungen
- Mengenermittlung – Technische Ausrüstung
- Nachweis der Fachkunde zur Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen
- Funktions- und Strangschema – LPH 3
- Funktions- und Strangschema – LPH 5
- Funktions- und Strangschema – LPH 7
- Funktionsschema (Prinzipschaltbild) – LPH 2
- Schnittstellen- / Trade-Relationship-Matrix
- Herstellerinformationen für Instandhaltung – Arbeitsmittel
- Herstellerdokumentation – Unbefeuerte Druckbehälter
- Informationen für die Gefährdungsbeurteilung
- Informationen zu Notfallmaßnahmen
- Instandhaltungsbericht
- Instandhaltungsplan
- Instandhaltungszeitplan
- Anlageninventarliste
- Aufgabenklärung – Technische Ausrüstung
- EU-Konformitäts-/Leistungserklärung
- Kostenberechnung – Technische Ausrüstung
- Kostenfeststellung – Technische Ausrüstung
- Kostenschätzung – Technische Ausrüstung
- Leistungs- und Funktionsmessungen
- Montageanleitung – unvollständige Maschinen
- Nachweis zur sicheren Verlängerung von Prüffristen
- Bauphysikalische und statische Nachweise
- Objektbegehungsbericht – Technische Ausrüstung
- Anschluss- und Medienpläne für gelieferte Anlagen
- Planungskonzept – Technische Ausrüstung
- Preisliste – Technische Ausrüstung
- Mängelbeseitigungsprotokoll aus der Abnahme
- Unterweisungsprotokoll – Arbeitsmittel
- Prüfaufzeichnung – Überwachungsbedürftige Anlagen
- Prüfbescheinigung – Überwachungsbedürftige Anlagen
- Prüfbuch – Elektrische Anlagen
- Prüfkonzept – Überwachungsbedürftige Anlagen
- Funktions- und Strangschema – LPH 7
- Funktionsschema (Prinzipschaltbild) – LPH 2
- Schnittstellen- / Trade-Relationship-Matrix
- Herstellerinformationen für Instandhaltung – Arbeitsmittel
- Herstellerdokumentation – Unbefeuerte Druckbehälter
- Informationen für die Gefährdungsbeurteilung
- Informationen zu Notfallmaßnahmen
- Instandhaltungsbericht
- Instandhaltungsplan
- Instandhaltungszeitplan
- Stromlauf- und Schaltpläne – LPH 5 (Ausführungsplanung)
- Unfall- und Schadensbericht – Arbeitsmittel
- Herstellerunterlagen zur Vorbereitung der Gefährdungsbeurteilung
- Spezielle technische Unterlagen – Unvollständige Maschinen
- Ausschreibungsunterlagen mit Leistungsbeschreibung
- Vergabevorschlag
- Dokumentation der regelmäßigen Überprüfung der Gefährdungsbeurteilung
- Verpflichtung der Lieferanten zur Einhaltung des Arbeitsschutzes
- Instandhaltungsdokumentation nach VDMA 24186
- Instandhaltungsplanung und -organisation
- Wirtschaftlichkeitsnachweis (Proof of Economic Viability)
- Grafische Darstellung – LPH 3 (Entwurfsplanung)
- Grafische Darstellung – LPH 5 (Ausführungsplanung)
- Grafische Darstellung – LPH 7 (Vergabeergebnisse)
Vor-Ort-Informationen (Kennzeichnungen und Sicherheitsangaben)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Vor-Ort-Information / Anlagenkennzeichnung |
| Zweck & Geltungsbereich | Informiert Personal, Einsatz- und Rettungskräfte über wesentliche Sicherheitsdaten |
| Rechts- & Normbezug | DIN EN 378-2 (Markierung von Rohrleitungen und Kälteanlagen) |
| Wesentliche Inhalte | • Art und Menge des Kältemittels • Gefahrenhinweise (Giftigkeit, Brennbarkeit) • Notfallkontakte |
| Verantwortlich | Hersteller und/oder Errichter |
| Praxisbezug FM | Arbeitsschutz, Notfall- und Evakuierungsmanagement |
Erläuterung:
Die Kennzeichnung vor Ort dient der sofortigen Gefahreneinschätzung im Ereignisfall. DIN EN 378-2 verlangt eine eindeutige Rohrleitungskennzeichnung, bei der Farbe und Pfeilrichtung die Mediumgruppe und den Betriebszustand kennzeichnen (z.B. gelbe Grundfarbe für Kältemittelleitungen, rote Pfeile für brennbare Medien). Angaben zum Kältemitteltyp, zur Füllmenge sowie Warn- und Notfallhinweise ermöglichen Einsatzkräften und Instandhaltungspersonal, Risiken schnell zu erkennen und geeignete Maßnahmen einzuleiten. Für das Facility Management (FM) sind diese Informationen Bestandteil des Arbeitsschutzes und des Sicherheitskonzeptes.
Angebot – Bauleistungen Kälteanlage
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Angebotsunterlagen |
| Zweck & Geltungsbereich | Grundlage für die wirtschaftliche und technische Vergabe |
| Rechts- & Normbezug | VOB/A 2019, Vergabeverordnung (VgV) |
| Wesentliche Inhalte | • Leistungsbeschreibung • Kalkulierte Preise • Eventuelle Nebenangebote |
| Verantwortlich | Bieter (Auftragnehmer) |
| Praxisbezug FM | Vertragsgrundlage, Nachtragsprüfung |
Erläuterung:
Die VOB/A verpflichtet öffentliche Auftraggeber zu Wettbewerb, Transparenz, Gleichbehandlung und zur Auswahl zuverlässiger und leistungsfähiger Anbieter. Die Vergabeverordnung regelt die Verfahrensarten und die Bestimmung des Auftragswerts. Angebotsunterlagen müssen daher eine eindeutige Leistungsbeschreibung enthalten, damit Angebote vergleichbar und nachprüfbar sind. Im späteren Betrieb nutzt das FM diese Unterlagen als Referenz für Vertragsprüfungen und Nachtragsforderungen.
Anlagenbeschreibung – Technische Ausrüstung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Anlagenbeschreibung |
| Zweck & Geltungsbereich | Beschreibung von Aufbau und Funktionsweise der Kälteanlage |
| Rechts- & Normbezug | Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) |
| Wesentliche Inhalte | • Prozessbeschreibung • Kältekreislauf und Komponenten • Sicherheits- und Schutzkonzept |
| Verantwortlich | Fachplaner Technische Gebäudeausrüstung (TGA) |
| Praxisbezug FM | Schulung des Betriebspersonals, Störungsanalyse |
Erläuterung:
Die HOAI legt in den Leistungsphasen 1–9 die Inhalte der Planungs- und Ausführungsdokumente fest und definiert Grund- und Besonderleistungen. Eine detaillierte Anlagenbeschreibung erläutert das Funktionsprinzip (Verdampfen, Verdichten, Verflüssigen) des Kältekreislaufs, beschreibt Aufbau und Lage der Komponenten sowie sicherheitstechnische Einrichtungen. Sie dient als zentrales Verständnis- und Betriebsdokument; das FM nutzt sie für Einweisungen des Personals und zur Ursachenanalyse bei Störungen.
Anlagenbuch
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Anlagenbuch / Asset Book |
| Zweck & Geltungsbereich | Systematische Erfassung sämtlicher Anlagendaten und Lebenszyklusinformationen |
| Rechts- & Normbezug | DIN 32835-1 (Anlagenkennzeichnung), VDI-MT 3810-1, VDI 6070-1 |
| Wesentliche Inhalte | • Technische Daten, Typen, Seriennummern • Standort und Inbetriebnahmedatum • Wartungsintervalle und Prüfnachweise |
| Verantwortlich | Betreiber / Facility Management |
| Praxisbezug FM | Lebenszyklus- und Investitionsplanung, CAFM-Integration |
Erläuterung:
Das Anlagenbuch (auch Asset-Register) bildet das zentrale Nachweisdokument für jede Kälteanlage. Es enthält eine Inventarliste aller relevanten Komponenten mit Angaben zu Typ, Modell, Seriennummer, Standort und Inbetriebnahme. Darüber hinaus werden Wartungsintervalle, Prüfungen sowie alle Änderungen und Störfälle chronologisch dokumentiert. Verantwortlichkeiten – sowohl intern als auch extern – sind benannt, um Ansprechpartner klar zuzuordnen. Das Anlagenbuch erfüllt die Anforderungen der Betreiberpflichten und der einschlägigen Richtlinien (u. a. VDI 3810) an eine lückenlose Dokumentation. Im FM dient es als Grundlage für die Pflege im CAFM-System, unterstützt Investitionsentscheidungen und dient bei Audits oder Behördenprüfungen als Nachweis für den ordnungsgemäßen Betrieb.
Anlagentagebuch – Kalt-/Kühlwasserkreisläufe
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Anlagentagebuch |
| Zweck & Geltungsbereich | Laufende Dokumentation von Betriebsparametern und Wasserqualität von Kalt-/Kühlwasserkreisläufen |
| Rechts- & Normbezug | VDI/BTGA 6044; 42. BImSchV |
| Wesentliche Inhalte | • Temperaturen, Leitfähigkeit, pH-Wert, Druck • Wartungen, Filterwechsel, Spülungen • Störungen |
| Verantwortlich | Betreiber |
| Praxisbezug FM | Betriebssicherheit, Nachweisführung gegenüber Umwelt- und Gesundheitsbehörden |
Erläuterung:
Geschlossene Kalt- und Kühlwasserkreisläufe unterliegen hygienischen und technischen Anforderungen. Die Richtlinie VDI/BTGA 6044 empfiehlt, Wasserqualität und Anlagenparameter kontinuierlich zu überwachen; dazu gehören Temperatur, Leitfähigkeit, pH-Wert, Härte, Biozideinsatz sowie Wartungsarbeiten. Alle Messwerte und durchgeführten Maßnahmen (Filterschaltung, Entleerung, Spülung) werden im Tagebuch festgehalten, um Korrosion, Ablagerungen oder mikrobiologisches Wachstum frühzeitig zu erkennen. Die Einhaltung der Grenzwerte und die Dokumentation sind Voraussetzung für die Betreiberpflichten nach der 42. BImSchV; sie dienen als Nachweis gegenüber Umwelt- und Gesundheitsbehörden und ermöglichen dem FM eine vorausschauende Instandhaltung.
Anlagenregister für überwachungsbedürftige Anlagen
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Registereintrag überwachungsbedürftiger Anlagen |
| Zweck & Geltungsbereich | Nachweis gegenüber Behörde und ZÜS über Errichtung, Betreiber und Prüfstatus |
| Rechts- & Normbezug | Gesetz über überwachungsbedürftige Anlagen (ÜAnlG) |
| Wesentliche Inhalte | • Anlagendaten (Typ, Baujahr, Standort) • Name des Betreibers • Status der letzten Prüfung |
| Verantwortlich | Betreiber sowie Länderbehörden bzw. ZÜS |
| Praxisbezug FM | Prüf- und Überwachungsmanagement, Erfüllung der gesetzlichen Meldepflichten |
Erläuterung:
§ 11 ÜAnlG verpflichtet die Länder, ein Anlagenkataster zu führen, in das Daten über Standort, Betreiber und Prüfstatus der überwachungsbedürftigen Anlagen eingegeben werden. Dieses Register dient der zuständigen Behörde und der ZÜS zur Nachverfolgbarkeit und termingerechten Planung wiederkehrender Prüfungen. Für das FM ist der Registereintrag ein wesentlicher Baustein des Überwachungsmanagements: Er dokumentiert die Rechtmäßigkeit des Anlagenbetriebs und stellt sicher, dass alle Fristen für Prüfungen eingehalten werden.
Systemtagebuch – Kälteanlagen
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Systemlogbuch (Betriebstagebuch) |
| Zweck & Geltungsbereich | Dokumentation technischer Änderungen, Prüfungen und Betriebsparameter der Kälteanlage |
| Rechts- & Normbezug | DIN EN 378-2, DIN EN 378-4, VDI-MT 3810-1 |
| Wesentliche Inhalte | • Prüfberichte und Abnahmeprotokolle • Änderungen/Modernisierungen • Kältemittelmengen und Leckagekontrollen • Störungen und Reparaturen • Verantwortliche Personen |
| Verantwortlich | Errichter bei Inbetriebnahme; anschließend Betreiber |
| Praxisbezug FM | Audit- und Sicherheitsnachweis, Energiecontrolling, Ursachenanalyse |
Erläuterung:
Das Systemlogbuch dokumentiert den technischen Lebenszyklus der Kälteanlage. Gemäß DIN EN 378-2 und DIN EN 378-4 müssen Betriebszeiten, Wartungen, Prüfungen, Leckagekontrollen, Störungen und Reparaturen chronologisch festgehalten werden. Das Logbuch dient als behördlich prüffähiges Dokument; im FM ist es unerlässlich für Audits, Energiecontrolling und die Identifikation wiederkehrender Probleme. VDI-MT 3810-1 betont die Führung eines Betriebsjournals als Nachweis, dass Wartungs- und Prüfintervalle eingehalten wurden. Wichtig ist die regelmäßige Aktualisierung und eine Aufbewahrungsfrist von mindestens fünf Jahren; das Logbuch kann physisch oder digital geführt werden, entscheidend sind Lesbarkeit und Zugänglichkeit.
Antrag auf Ausnahmegenehmigung nach BetrSichV
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Antrag auf Ausnahmegenehmigung von der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) |
| Zweck & Geltungsbereich | Beantragung einer Abweichung von Standardanforderungen der BetrSichV bei gleichwertigem Sicherheitsniveau |
| Rechts- & Normbezug | §§ 7, 9 und 18 BetrSichV (Ausnahme- und Erlaubnisregelungen) |
| Wesentliche Inhalte | • Beschreibung der abweichenden Maßnahme • Begründung der gleichwertigen Sicherheit • Risikoanalyse und Kompensationsmaßnahmen • Nachweise technischer Alternativen • Beteiligung von Arbeitsschutzbeauftragten und Betriebsrat |
| Verantwortlich | Arbeitgeber/Betreiber in Abstimmung mit Fachplaner und Aufsichtsbehörde |
| Praxisbezug FM | Behördenkommunikation, Risikomanagement bei Sonderfällen |
Erläuterung:
Eine Ausnahmegenehmigung ermöglicht, bei besonderen Anlagenausführungen oder Modernisierungen von den Vorgaben der BetrSichV abzuweichen, sofern durch geeignete Maßnahmen ein gleichwertiges Sicherheitsniveau erreicht wird. Der Antrag enthält eine Beschreibung der geplanten Abweichung sowie eine Risikoanalyse und Kompensationsmaßnahmen. Er ist vom Arbeitgeber/Betreiber einzureichen und muss von der zuständigen Aufsichtsbehörde genehmigt werden; ohne schriftliche Ausnahme darf der Betrieb nicht abweichen. Die Risikobeurteilung basiert auf den einschlägigen Normen und Schutzmaßnahmen. Für das FM ist der Antrag Teil des Sicherheitsmanagements und der Kommunikation mit Behörden.
Antrag auf behördliche Genehmigung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Genehmigungsantrag |
| Zweck & Geltungsbereich | Nachweis der öffentlich-rechtlichen Zulässigkeit der Kälteanlage und Grundlage für die Betriebserlaubnis |
| Rechts- & Normbezug | HOAI (Leistungsphasen 4–5); § 15 BetrSichV |
| Wesentliche Inhalte | • Technische Unterlagen und Pläne • Sicherheits- und Umweltgutachten • Nachweise zum Druckgeräte- und Explosionsschutz • Erklärung zur Einhaltung von DIN EN 378 und landesrechtlichen Vorschriften |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA und Auftraggeber/Betreiber |
| Praxisbezug FM | Rechtssicherer Betrieb, Dokumentation für Behörden- und Auditverfahren |
Erläuterung:
Der Genehmigungsantrag wird im Rahmen der Genehmigungs- und Ausführungsplanung (HOAI Leistungsphasen 4 bis 5) erstellt. Er dokumentiert, dass die Anlage den baurechtlichen und sicherheitstechnischen Vorschriften entspricht und dient der Erlangung der Betriebserlaubnis nach § 15 BetrSichV. Die Unterlagen müssen dauerhaft verfügbar sein, damit das FM die Rechtmäßigkeit des Anlagenbetriebs bei Prüfungen und Audits nachweisen kann.
Prüfprogramm für Druckanlagen
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Prüfprogramm |
| Zweck & Geltungsbereich | Planung und Dokumentation der Prüfungen aller druckbeaufschlagten Anlagenteile |
| Rechts- & Normbezug | BetrSichV; ÜAnlG; Druckgeräteverordnung |
| Wesentliche Inhalte | • Prüfintervalle gemäß Druckgerätekategorie • Prüfumfang (Innere Prüfung, Festigkeitsprüfung, ZÜS-Prüfungen) • Zuständigkeiten (ZÜS, befähigte Person) |
| Verantwortlich | Betreiber in Zusammenarbeit mit befähigten Personen oder ZÜS |
| Praxisbezug FM | Prüf- und Sicherheitsmanagement, termingerechte Durchführung der gesetzlich vorgeschriebenen Prüfungen |
Erläuterung:
Kälteanlagen sind druckbeaufschlagte Anlagen. Die Betriebssicherheitsverordnung verlangt eine Erstprüfung und regelmäßige Wiederholungsprüfungen durch eine ZÜS; deren Intervalle und Zuständigkeiten sind in den Anhängen der BetrSichV geregelt. Ein Prüfprogramm legt die Prüfintervalle je nach Druckgerätekategorie fest, definiert den Prüfumfang und bestimmt, ob eine zugelassene Überwachungsstelle oder eine befähigte Person die Prüfung durchführen muss. Durch ein strukturiertes Prüfprogramm stellt das FM sicher, dass alle druckbeaufschlagten Komponenten fristgerecht geprüft werden, Mängel frühzeitig erkannt und die Betriebssicherheit langfristig gewährleistet sind.
Übersicht der Verjährungsfristen für Mängelansprüche
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Gewährleistungs- und Fristenübersicht |
| Zweck & Geltungsbereich | Steuerung von Mängel- und Haftungsansprüchen |
| Rechts- & Normbezug | HOAI, § 634a BGB |
| Wesentliche Inhalte | • Vertragsgrundlagen • Fristen • Verantwortlichkeiten |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisbezug FM | Gewährleistungsmanagement |
Erläuterung:
Die Gewährleistungsübersicht ist für das Facility Management (FM) unverzichtbar, um Mängelansprüche fristgerecht geltend zu machen und das finanzielle Risiko zu minimieren. Nach § 634a BGB verjähren Mängelansprüche bei werkvertraglichen Leistungen in der Regel nach zwei Jahren, bei Bauwerken und Planungs- oder Überwachungsleistungen für Bauwerke hingegen erst nach fünf Jahren. Die Tabelle legt fest, wer im FM (i. d. R. der Fachplaner) verantwortlich ist, die Fristen aus HOAI-Verträgen und anderen Vertragsgrundlagen zu überwachen und Mängel zu dokumentieren.
Aufmaß- und Messunterlagen – Technische Ausrüstung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Aufmaß- und Leistungsnachweise |
| Zweck & Geltungsbereich | Quantitativer Nachweis ausgeführter Leistungen |
| Rechts- & Normbezug | HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Rohrlängen • Komponenten • Leistungsdaten |
| Verantwortlich | Fachplaner / Ingenieure |
| Praxisbezug FM | Abrechnung, Kostenkontrolle |
Erläuterung:
Aufmaß- und Messunterlagen dokumentieren detailliert, welche Mengen und Leistungen erbracht wurden. Sie sind Bestandteil der HOAI-gerechten Vergütung und bilden die Grundlage für Rechnungsprüfung und Kostenkontrolle im FM. Durch den quantitativen Nachweis können Leistungsänderungen nachvollzogen und Plausibilitätsprüfungen von Rechnungen durchgeführt werden. Diese Unterlagen dienen auch als technische Referenz für spätere Umbauten.
Nachweis über Prüfung von Schutzmaßnahmen (überwachungsbedürftige Anlagen)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Prüfprotokoll Schutzmaßnahmen |
| Zweck & Geltungsbereich | Nachweis der Wirksamkeit technischer Schutzmaßnahmen |
| Rechts- & Normbezug | Gesetz über überwachungsbedürftige Anlagen (ÜAnlG), BetrSichV, TRBS 1201 |
| Wesentliche Inhalte | • Prüfumfang • Prüfergebnis • Mängel |
| Verantwortlich | Betreiber |
| Praxisbezug FM | Behörden- und Sicherheitsnachweis |
Erläuterung:
Kälteanlagen mit natürlichen Kältemitteln unterliegen als überwachungsbedürftige Anlagen den strengen Vorschriften des ÜAnlG und der Betriebssicherheitsverordnung. Der Betreiber muss vor Inbetriebnahme und nach Änderungen sicherstellen, dass Explosion- und Anlagensicherheit gewährleistet ist. Laut BetrSichV Anhang 2 sind Anlagen in explosionsgefährdeten Bereichen vor der ersten Inbetriebnahme und nach Änderungen durch eine befähigte Person zu prüfen, um den Explosionsschutz zu bestätigen. Die Prüfprotokolle dokumentieren den Prüfumfang, festgestellte Mängel und die Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen und dienen als Nachweis gegenüber Behörden.
Prüfprotokolle für Arbeitsmittel
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Prüfaufzeichnungen Arbeitsmittel |
| Zweck & Geltungsbereich | Nachweis ordnungsgemäßer Prüfungen der Arbeitsmittel |
| Rechts- & Normbezug | BetrSichV, Technische Regeln für Betriebssicherheit (TRBS 1201) |
| Wesentliche Inhalte | • Prüfanlass • Prüfumfang • Ergebnis • Fristen |
| Verantwortlich | Befähigte Person |
| Praxisbezug FM | Haftungs- und Prüfkonformität |
Erläuterung:
Die Betriebssicherheitsverordnung verpflichtet Arbeitgeber, Arbeitsmittel regelmäßig durch befähigte Personen prüfen zu lassen. TRBS 1201 konkretisiert Art, Umfang und Fristen der Prüfungen; sie definiert eine Prüfung als Ermittlung des Ist-Zustands, Vergleich mit dem Soll-Zustand und Bewertung von Abweichungen. Prüfprotokolle müssen den Anlass (z. B. wiederkehrende Prüfung), den Prüfumfang, die Messergebnisse und die nächsten Prüftermine enthalten. Eine lückenlose Dokumentation sichert die Konformität bei Audits und minimiert Haftungsrisiken.
Prüfprotokolle für elektrische Betriebsmittel
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Elektrische Prüfprotokolle |
| Zweck & Geltungsbereich | Nachweis elektrischer Sicherheit |
| Rechts- & Normbezug | DGUV Vorschrift 3 und 4, DIN VDE 0701/0702, DIN VDE 0100-410, 0100-600 |
| Wesentliche Inhalte | • Messwerte • Schutzmaßnahmen • Prüffristen |
| Verantwortlich | Elektrofachkraft |
| Praxisbezug FM | Arbeitssicherheit, Versicherungsnachweis |
Erläuterung:
Gemäß DGUV Vorschrift 3 und 4 müssen elektrische Anlagen und Betriebsmittel vor der ersten Inbetriebnahme, nach Änderungen und in regelmäßigen Abständen von einer Elektrofachkraft geprüft werden. Die Prüfprotokolle müssen sämtliche Messwerte, die angewendeten Schutzmaßnahmen, Prüffristen und Feststellungen enthalten. DGUV Information 203-072 betont, dass der Prüfbericht Namen, Prüfumfang, Messmittel, Datum und Bewertung enthalten und das Ist-Ergebnis mit dem Soll-Zustand vergleichen muss. Im FM dienen diese Protokolle als Nachweis für Arbeitssicherheit und Versicherungsschutz, insbesondere in feuchte- oder explosionsgefährdeten Bereichen.
Ausschreibungszeichnungen – Technische Ausrüstung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Ausschreibungszeichnungen |
| Zweck & Geltungsbereich | Grundlage für Vergabe und Angebotsvergleich |
| Rechts- & Normbezug | HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Anlagenlayout • Rohrführung • Komponenten |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisbezug FM | Vertragsklarheit |
Erläuterung:
Ausschreibungszeichnungen definieren das Anlagenlayout, die Rohrleitungen und Komponenten detailliert. Sie sind wesentliche Bestandteile der HOAI-Leistungsphasen und dienen als Grundlage für Angebote und Verträge. Für das FM bieten sie Klarheit über den vereinbarten Leistungsumfang und ermöglichen die Nachvollziehbarkeit von Abweichungen während der Bauausführung.
Ausführungs- und Konstruktionspläne
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Konstruktions- und Detailpläne |
| Zweck & Geltungsbereich | Umsetzungssicherheit und Dokumentation |
| Rechts- & Normbezug | HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Rohrleitungsführung • Sicherheitszonen |
| Verantwortlich | Fachplaner / Errichter |
| Praxisbezug FM | Wartung, Umbauten |
Erläuterung:
Ausführungs- und Konstruktionspläne stellen die maßgebliche Bestandsgrundlage dar. Sie zeigen die exakte Führung der Rohrleitungen, die Lage von Sicherheitszonen und die Einbausituation von Komponenten. Für das FM sind sie unerlässlich bei der Wartung und bei zukünftigen Umbauten, da sie genaue Informationen über den Anlagenbestand liefern.
Bestellung befähigter Personen zur Prüfung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Schriftliche Bestellung |
| Zweck & Geltungsbereich | Rechtssichere Organisation der Prüfpflichten |
| Rechts- & Normbezug | VDI 4068-1, TRBS 1203 |
| Wesentliche Inhalte | • Qualifikation • Aufgaben • Prüfumfang |
| Verantwortlich | Arbeitgeber |
| Praxisbezug FM | Delegations- und Haftungsnachweis |
Erläuterung:
Gemäß TRBS 1203 und der VDI-Richtlinie 4068-1 muss der Arbeitgeber eine befähigte Person schriftlich bestellen, wenn Prüfungen an Arbeitsmitteln oder überwachungsbedürftigen Anlagen durchzuführen sind. Die befähigte Person benötigt eine einschlägige Berufsausbildung, mehrjährige Erfahrung, aktuelle praktische Tätigkeit und spezifische Kenntnisse der relevanten Vorschriften. Die Bestellung legt Aufgaben und Prüfumfang fest und dient als Delegations- und Haftungsnachweis. Eine regelmäßige Fortbildung ist erforderlich, um das Fachwissen aktuell zu halten.
Betriebs- und Wartungshandbuch
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Betriebsanleitung |
| Zweck & Geltungsbereich | Sicherer Betrieb und Wartung |
| Rechts- & Normbezug | DIN EN 378-2, DIN EN 378-3 |
| Wesentliche Inhalte | • Betriebsgrenzen • Notfallmaßnahmen • Wartungsanweisungen |
| Verantwortlich | Hersteller / Errichter |
| Praxisbezug FM | Betrieb, Unterweisung |
Erläuterung:
DIN EN 378-2 und -3 legen Sicherheits- und Umweltanforderungen für Kälteanlagen fest, inklusive Konstruktion, Prüfung und Dokumentation. Das Betriebs- und Wartungshandbuch muss Informationen zum Betrieb, zu Wartungsintervallen, zu Notfallmaßnahmen und zur sicheren Rückgewinnung der Kältemittel enthalten. Es bildet die zentrale Referenz für Betreiber und Instandhalter. Zudem müssen Nameplate-Angaben wie Hersteller, Baujahr, Typ, Füllmenge und zulässige Drücke angegeben werden. Bei brennbaren Kältemitteln sind zusätzliche Warnpiktogramme erforderlich. Die Einhaltung der Betriebsgrenzen und die Umsetzung der im Handbuch beschriebenen Maßnahmen gewährleisten einen sicheren und umweltgerechten Betrieb.
Benutzerinformationen für Maschinen
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Benutzer- und Sicherheitsinformationen |
| Zweck & Geltungsbereich | Minimierung von Restrisiken |
| Rechts- & Normbezug | DIN EN ISO 12100 |
| Wesentliche Inhalte | • Gefährdungen • Schutzmaßnahmen • Warnhinweise |
| Verantwortlich | Hersteller |
| Praxisbezug FM | Grundlage für Gefährdungsbeurteilungen |
Erläuterung:
Die internationale Norm DIN EN ISO 12100 legt allgemeine Grundsätze für die Risikobeurteilung und Risikominderung bei Maschinen fest und definiert, welche Angaben im Benutzerhandbuch enthalten sein müssen. Dazu gehören die Beschreibung der Gefährdungen, empfohlene Schutzmaßnahmen und Warnhinweise zur sicheren Benutzung. Diese Informationen sind im FM Grundlage für die Gefährdungsbeurteilung nach Arbeitsschutzrecht und dienen der Unterweisung der Mitarbeitenden.
Berechnung und Auslegung – LPH 3 (Entwurfsplanung)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Technische Berechnung und Auslegung (Entwurfsstand) |
| Zweck & Geltungsbereich | Nachweis der grundsätzlichen technischen Machbarkeit |
| Rechts- & Normbezug | HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Kühllastberechnung • Leistungsdaten • Sicherheitszuschläge • Betriebsparameter |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisbezug FM | Frühzeitige Bewertung von Energiebedarf und Betriebssicherheit |
Erläuterung:
In der Entwurfsplanung wird die grundlegende technische Konzeption der Kälteanlage festgelegt. Dazu zählt etwa die Kühllastberechnung nach Norm (z. B. VDI 2078), die den maximalen Kältebedarf anhand interner und externer Wärmequellen ermittelt. Auf dieser Basis erfolgt eine grobe Dimensionierung der Hauptkomponenten (Kompressoren, Verdampfer, Verflüssiger) und die Abschätzung wichtiger Kenndaten wie Wirkungsgrad und Leistungsbedarf. Es werden Reservekapazitäten oder Sicherheitszuschläge berücksichtigt, um Lastspitzen oder zukünftige Erweiterungen abzufangen. Die ermittelten Betriebsparameter (z. B. Solltemperaturen, Druckverhältnisse) dienen als Vorgabe für die Weiterplanung. Für das Facility Management sind diese Berechnungen essenziell: Sie legen den erwarteten Energieverbrauch und das Lastprofil fest und ermöglichen eine erste Abschätzung von Redundanzkonzept, Auslegungsreserve und Wartungsaufwand. Bereits in dieser Phase können energieeffiziente Komponenten ausgewählt oder Wärmerückgewinnungskonzepte bewertet werden.
Berechnung und Auslegung – LPH 5 (Ausführungsplanung)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Detailauslegung |
| Zweck & Geltungsbereich | Umsetzungssichere technische Durcharbeitung |
| Rechts- & Normbezug | HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Dimensionierung von Verdichtern, Wärmetauschern • Rohrleitungsberechnung • Sicherheitsventile |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisbezug FM | Referenz für Betrieb, Instandhaltung und Anpassungen |
Erläuterung:
Die Ausführungsplanung vertieft die Entwurfsplanung bis hin zur ausführungsreifen Spezifikation. Sie beinhaltet die exakte Dimensionierung der Anlagenteile: Beispielsweise wird die Auswahl des geeigneten Kompressors (Typ, Leistung, Antriebsdaten) und die genaue Auslegung von Verdampfern und Kondensatoren festgelegt. Die Rohrleitungsführung wird hydraulisch berechnet, um Durchfluss und Druckverluste zu minimieren; dies erfolgt nach einschlägigen Normen (z. B. Berechnung der Kältemittelströme). Zudem werden Sicherheitsventile technisch bemessen: Druckeinstellwert, erforderlicher Querschnitt und Ausflusscharakteristik werden anhand der maximalen Druckverhältnisse der Anlage bestimmt. Materialqualitäten, Oberflächenausführung und elektrische Anschlussdaten sind weitere Bestandteile. Für das Facility Management liefern diese Unterlagen eine präzise Referenz: Sie zeigen exakt, welche Komponenten und Leistungsgrenzen vertraglich vorgesehen sind. Bei späteren Betriebsstörungen, Umbaumaßnahmen oder Effizienzoptimierungen dienen die Detailunterlagen als Basis, um Abweichungen und Änderungsbedarf fachgerecht zu bewerten.
Berechnung und Auslegung – LPH 7 (Vergabeergebnisse)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Vergabebezogene Auslegungsunterlagen |
| Zweck & Geltungsbereich | Dokumentation der beauftragten technischen Lösung |
| Rechts- & Normbezug | HOAI, DIN 18379 (VOB/C) |
| Wesentliche Inhalte | • Herstellerangaben • Leistungsgrenzen • Systemparameter |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisbezug FM | Vertrags- und Gewährleistungsmanagement |
Erläuterung:
Nach der Auftragsvergabe werden die beauftragte Systemausführung und alle Details verbindlich festgeschrieben. Diese Vergabeunterlagen enthalten daher die endgültigen Herstellerangaben (Typenschilder, Datenblätter der eingesetzten Komponenten) sowie dokumentierte Leistungskennlinien und zulässige Systemgrenzwerte (z. B. Kühlleistung bei Normbedingungen, Leistungsaufnahme, maximaler Druck). Sie bilden den maßgeblichen Soll-Zustand der Anlage ab. Für das Facility Management sind sie besonders wichtig für das Vertrags- und Gewährleistungsmanagement: Anhand dieser Unterlagen kann bei späteren Mängeln oder Nachträgen geprüft werden, ob die gelieferten Teile den vertraglichen Vorgaben entsprechen. Abweichungen von den dokumentierten Soll-Werten werden hiermit nachvollziehbar, und etwaige Nachforderungsansprüche lassen sich stützen.
Lebenszykluskostenberechnung (LCC)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Lebenszykluskostenberechnung |
| Zweck & Geltungsbereich | Wirtschaftliche Bewertung über die gesamte Nutzungsdauer |
| Rechts- & Normbezug | HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Investitionskosten • Energieverbrauch • Wartungs- und Ersatzkosten |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisbezug FM | Strategische Investitionsentscheidungen |
Erläuterung:
Die Lebenszykluskostenrechnung ermittelt die Gesamtkosten einer Anlage über ihre geplante Nutzungsdauer. Sie umfasst die Investitionskosten (Anlageanschaffung, Installation), den prognostizierten Energieverbrauch (bei Annahme typischer Betriebsstunden und Energiepreise) sowie die kalkulierten Wartungs- und Ersatzteilkosten. Zusätzlich können Abschreibungen, Finanzierungskosten oder Entsorgungskosten der Kältemittel berücksichtigt werden. Das Ergebnis ist eine ganzheitliche Wirtschaftlichkeitsbetrachtung (Total Cost of Ownership). Im Facility Management dient die LCC als Entscheidungsgrundlage für Investitionen: Sie erlaubt beispielsweise einen Kostenvergleich zwischen verschiedenen Anlagentechnologien (z. B. Ammoniak- versus CO₂-Kälteanlage) und hilft, die nachhaltigste Lösung unter Berücksichtigung von Effizienz und Lebensdauer zu identifizieren. So werden nicht allein Anschaffungskosten, sondern auch Betriebskosten und Instandhaltungsaufwand langfristig in der Planung berücksichtigt.
Bestandsaufnahme, grafische Darstellung und Neuberechnung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Bestands- und Revisionsdokumentation |
| Zweck & Geltungsbereich | Bewertung bestehender Anlagen |
| Rechts- & Normbezug | HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Ist-Zustand • Leistungsdaten • Anpassungsbedarf |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisbezug FM | Weiterbetrieb, Modernisierung |
Erläuterung:
Bei bereits installierten Kälteanlagen dokumentiert die Bestandsaufnahme den aktuellen Zustand. Dies umfasst eine detaillierte Ist-Dokumentation (As-Built-Pläne, Anlagenlisten) sowie aktuelle Leistungsdaten (gemessene Kälteleistung, Druckverhältnisse, Energieverbrauch). Auf dieser Basis kann im Bedarfsfall eine Neuberechnung erfolgen – etwa um zu prüfen, ob die Anlage die aktuellen Anforderungen (durch veränderte Lasten, neue Vorschriften oder geänderte Nutzungsprofile) noch erfüllt. Die ermittelten Daten zeigen etwaige Leistungslücken oder Überkapazitäten und identifizieren notwendigen Anpassungsbedarf. Für das Facility Management ist diese Dokumentation die Grundlage für einen sicheren Weiterbetrieb und gezielte Modernisierungsmaßnahmen: Sie erleichtert Entscheidungen über Ersatzbeschaffungen oder Effizienzsteigerungen und minimiert das Risiko ungeplanter Stillstände.
Bestellung von Koordinatoren (Arbeitsschutz / Fremdfirmen)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Koordinatorenbestellung |
| Zweck & Geltungsbereich | Organisation der Arbeitsschutz- und Betreiberpflichten |
| Rechts- & Normbezug | BetrSichV, DGUV-I 215-830, GefStoffV |
| Wesentliche Inhalte | • Zuständigkeiten • Koordinationspflichten • Weisungsbefugnisse |
| Verantwortlich | Arbeitgeber / Betreiber |
| Praxisbezug FM | Haftungsminimierung |
Erläuterung:
In Projekten mit sicherheitstechnischen Risiken (z. B. Umgang mit Ammoniak oder brennbaren Kältemitteln) müssen Arbeitgeber klare Zuständigkeiten festlegen. Die Bestellung eines Sicherheits- oder Fremdfirmenkoordinators regelt, wer Gefährdungsbeurteilungen erstellt, Sicherheitsunterweisungen durchführt und die Zusammenarbeit externer Firmen steuert. In diesem Dokument werden Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Weisungsbefugnisse festgehalten – gemäß Arbeitsschutzgesetz, BetrSichV und DGUV-Information 215-830 (Koordination mehrerer Unternehmen). Für das Facility Management ist diese formelle Regelung entscheidend, um Haftungsrisiken zu minimieren: Bei Unfällen oder Audits lässt sich nachweisen, wer welche Betreiber- und Schutzpflicht übernommen hat. Eine klare Koordination sorgt dafür, dass alle Firmen die notwendigen Arbeitssicherheitsmaßnahmen (z. B. LOTO-Vorschriften, persönliche Schutzausrüstung, Notfallpläne) einhalten.
Betriebs- und Wartungsanleitung – Schnellverschlüsse an Druckbehältern
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Betriebs- und Wartungsanleitung |
| Zweck & Geltungsbereich | Sicherer Betrieb drucktragender Bauteile |
| Rechts- & Normbezug | DIN EN 13445-5 |
| Wesentliche Inhalte | • Bedienung • Prüfvorgaben • Sicherheitsmaßnahmen |
| Verantwortlich | Hersteller |
| Praxisbezug FM | Druckgerätesicherheit |
Erläuterung:
Der Hersteller von druckbeaufschlagten Komponenten (z. B. Behälter, Wärmeüberträger) muss eine Bedienungs- und Wartungsanleitung bereitstellen, die Anforderungen der DIN EN 13445-5 erfüllt. Hier werden insbesondere Schnellverschlüsse und Anschlüsse beschrieben: Die Anleitung enthält Hinweise zum sicheren An- und Abschließen unter Druck, Vorgaben für Dichtheits- und Funktionstests sowie empfohlene Wartungsintervalle. Sie beschreibt den bestimmungsgemäßen Betrieb und die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen (z. B. schrittweises Druckablassen, Sichtkontrollen auf Dichtigkeit). Für das Facility Management ist diese Anleitung eine verbindliche Grundlage: Sie dient als Referenz bei der Planung von Prüfungen und Wartung an allen drucktragenden Verbindungen und stellt sicher, dass die Druckgerätesicherheit eingehalten wird.
Betriebsanleitung – Arbeitsmittel
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Betriebsanleitung Arbeitsmittel |
| Zweck & Geltungsbereich | Bestimmungsgemäßer und sicherer Betrieb |
| Rechts- & Normbezug | BetrSichV |
| Wesentliche Inhalte | • Gefährdungen • Schutzmaßnahmen • Wartung |
| Verantwortlich | Hersteller |
| Praxisbezug FM | Unterweisung, Gefährdungsbeurteilung |
Erläuterung:
Die Betriebsanleitung für Arbeitsmittel (Maschinen und Geräte) muss vom Hersteller geliefert werden und ist nach BetrSichV vorgeschrieben. Sie enthält alle sicherheitsrelevanten Hinweise zur bestimmungsgemäßen Verwendung. Typische Inhalte sind: Mögliche Gefährdungen (z. B. mechanische Quetschgefahren, Stromschlagrisiken, Ausgasungen), empfohlene Schutzmaßnahmen (Not-Aus, Schutzeinhausungen, PSA) sowie Anleitungen zu Wartung und Instandsetzung. Für das Facility Management ist dieses Dokument unerlässlich: Es dient als Grundlage für die Schulung und Unterweisung des Bedien- und Wartungspersonals. Außerdem fließen die Informationen in die betriebliche Gefährdungsbeurteilung ein, um Arbeitsunfälle zu verhindern.
Betriebsanleitung – Druckgeräte
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Druckgeräte-Betriebsanleitung |
| Zweck & Geltungsbereich | Sicherer Betrieb von Druckbehältern |
| Rechts- & Normbezug | DIN CEN/TR 764-6 (DIN SPEC 2928) |
| Wesentliche Inhalte | • Betriebsgrenzen • Prüfintervalle • Sicherheitsventile |
| Verantwortlich | Hersteller |
| Praxisbezug FM | Betreiberpflichten nach Druckgeräteregelwerk |
Erläuterung:
Die Betriebsanleitung für Druckgeräte richtet sich speziell an druckbeaufschlagte Komponenten (z. B. Druckbehälter, Wärmetauscher, Manometer). Gemäß der DIN CEN/TR 764-6 (DIN SPEC 2928) enthält sie detaillierte Angaben zum zulässigen Betriebsdruck und -temperatur sowie zu den vorgeschriebenen Prüf- und Wiederholungsfristen (entsprechend der Druckgeräterichtlinie bzw. DruckbehV). Ebenfalls beschrieben sind Funktion und Wartung der Sicherheitsventile und Prüfanschlüsse. Für das Facility Management ist diese Anleitung bei jeder Druckprüfung erforderlich: Sie gibt vor, wie oft und nach welchen Verfahren die Druckgeräte zu kontrollieren sind. So ermöglicht sie die fristgerechte Durchführung der vorgeschriebenen Fremdüberwachungen und sichert den gesetzlichen Nachweis über sichere Betriebsbedingungen.
Maschinen-Betriebsanleitung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Maschinenbetriebsanleitung |
| Zweck & Geltungsbereich | Erfüllung maschinenrechtlicher Anforderungen |
| Rechts- & Normbezug | 9. ProdSV, Richtlinie 2006/42/EG, Verordnung (EU) 2023/1230, DIN EN ISO 12100 |
| Wesentliche Inhalte | • Restrisiken • Schutzmaßnahmen • Notfallfunktionen |
| Verantwortlich | Hersteller |
| Praxisbezug FM | Rechtssicherer Betrieb |
Erläuterung:
Für alle mechanischen Teile der Kälteanlage (Kompressoren, Pumpen, Antriebe etc.) ist eine Maschinen-Betriebsanleitung erforderlich. Sie muss den Anforderungen der Produktsicherheitsverordnung (ProdSV) und der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG genügen. Wesentliche Inhalte sind u. a. eine durchgeführte Gefährdungsanalyse nach DIN EN ISO 12100 mit Feststellung der verbleibenden Restrisiken trotz Sicherheitsmaßnahmen, klare Anweisungen zu den einzuhaltenden Schutzmaßnahmen (Schutzeinrichtungen, Sperrbereiche, Not-Aus-Schaltungen) sowie zu Notfallfunktionen (Abschaltprozesse, Verhalten bei Fehlfunktionen). Die Anleitung beinhaltet zudem Montagehinweise, Konformitätserklärungen und erforderliche Prüfprotokolle. Für das Facility Management stellt sie die rechtliche Grundlage für die Inbetriebnahme der Maschinen dar: Ohne vollständige Herstellerunterlagen dürfen diese nicht betrieben werden. Zudem ist sie unerlässlich für die Unterweisung des Personals im sicheren Umgang und für die Dokumentation der Einhaltung aller Maschinenrichtlinien.
Betriebsanleitung – Maschinenrechtliche Anforderungen
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Betriebsanleitung (Maschine) |
| Zweck & Geltungsbereich | Erfüllung der maschinenrechtlichen Informationspflicht |
| Rechts- & Normbezug | 9. ProdSV, DIN EN ISO 12100, DIN EN 12693, Verordnung (EU) 2023/1230, Richtlinie 2006/42/EG |
| Wesentliche Inhalte | • Bestimmungsgemäße Verwendung • Restrisiken • Schutzmaßnahmen • Wartungsvorgaben • Notfallmaßnahmen |
| Verantwortlich | Hersteller |
| Praxisbezug FM | Grundlage für Gefährdungsbeurteilung und Betreiberpflichten |
Erläuterung:
Die Betriebsanleitung ist das zentrale maschinenrechtliche Pflichtdokument. Sie konkretisiert die vom Hersteller durchgeführte Risikobeurteilung gemäß DIN EN ISO 12100 und beschreibt die bestimmungsgemäße Verwendung einschließlich vorhersehbarer Fehlanwendungen. Für das Facility Management bildet sie die verbindliche Grundlage zur Erstellung der Gefährdungsbeurteilung nach BetrSichV, zur Ableitung von Wartungsintervallen sowie zur Definition organisatorischer Schutzmaßnahmen. Darüber hinaus ist sie maßgeblich für die Schulung des Bedien- und Instandhaltungspersonals und Bestandteil der technischen Anlagendokumentation im Sinne einer revisionssicheren Betreiberakte.
Betriebs- und Sicherheitsinformationen – Druckgeräte
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Betriebs- und Sicherheitsinformationen für Druckgeräte |
| Zweck & Geltungsbereich | Sicherer Betrieb druckführender Komponenten |
| Rechts- & Normbezug | 14. ProdSV (Druckgeräteverordnung) |
| Wesentliche Inhalte | • zulässige Betriebsparameter • Prüffristen • Sicherheitsventile |
| Verantwortlich | Hersteller |
| Praxisbezug FM | Überwachung und wiederkehrende Prüfungen |
Erläuterung:
Kälteanlagen enthalten regelmäßig Verdichter, Druckbehälter, Rohrleitungen und Sicherheitseinrichtungen, die dem Druckgeräterechtsrahmen unterliegen. Die Betriebs- und Sicherheitsinformationen definieren zulässige Druck- und Temperaturbereiche, Prüfumfänge sowie Anforderungen an Sicherheitsventile und Absperreinrichtungen. Für das Facility Management sind diese Angaben Grundlage zur Festlegung von Prüffristen gemäß BetrSichV und zur Koordination mit zugelassenen Überwachungsstellen. Ohne diese Dokumentation ist eine rechtssichere Durchführung wiederkehrender Prüfungen nicht möglich.
Betriebs- und Sicherheitsinformationen – Elektrische Betriebsmittel
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Elektrische Betriebs- und Sicherheitsinformationen |
| Zweck & Geltungsbereich | Sicherer Betrieb elektrischer Komponenten |
| Rechts- & Normbezug | 1. ProdSV, Richtlinie 2014/35/EU |
| Wesentliche Inhalte | • Schutzmaßnahmen • elektrische Kenndaten • Warnhinweise |
| Verantwortlich | Hersteller |
| Praxisbezug FM | Grundlage für DGUV- und VDE-Prüfungen |
Erläuterung:
Die Dokumentation zu elektrischen Betriebsmitteln umfasst Schaltpläne, Kenndaten, Schutzmaßnahmen gegen elektrischen Schlag sowie Hinweise zu Wartung und Prüfung. Für das Facility Management sind diese Unterlagen Voraussetzung für Prüfungen nach DGUV Vorschrift 3 und den einschlägigen VDE-Bestimmungen. Sie ermöglichen die fachgerechte Durchführung von Erst- und Wiederholungsprüfungen, die Bewertung von Schutzkonzepten sowie die sichere Integration der Kälteanlage in das elektrische Gesamtsystem des Gebäudes.
Interdisziplinäre Betriebsanweisung – Technische Ausrüstung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Interdisziplinäre Betriebsanweisung |
| Zweck & Geltungsbereich | Gewerkeübergreifende Betriebsorganisation |
| Rechts- & Normbezug | HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Zuständigkeiten • Schnittstellen • Betriebszustände |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisbezug FM | Koordination von Elektro-, MSR- und Kältetechnik |
Erläuterung:
Diese Anweisung beschreibt die organisatorische Einbindung der Kälteanlage in die technische Gebäudeausrüstung. Sie definiert Zuständigkeiten, Meldeketten, Schnittstellen zu MSR-Technik, Notstromversorgung und Brandschutzsystemen. Für das Facility Management schafft sie Transparenz hinsichtlich Betriebszuständen (Normalbetrieb, Teillast, Störung, Notbetrieb) und verhindert gewerkeübergreifende Konflikte. Sie ist insbesondere bei komplexen Anlagen mit natürlichen Kältemitteln sicherheitsrelevant.
Betriebsanweisung – Arbeitsmittel
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Betriebsanweisung gemäß BetrSichV |
| Zweck & Geltungsbereich | Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung |
| Rechts- & Normbezug | BetrSichV, DGUV-I 205-001 |
| Wesentliche Inhalte | • Gefährdungen • Schutzmaßnahmen • Verhalten im Notfall |
| Verantwortlich | Arbeitgeber / Betreiber |
| Praxisbezug FM | Arbeitsschutz- und Haftungsnachweis |
Erläuterung:
Die Betriebsanweisung ist ein betriebsinternes Dokument und leitet sich aus der Gefährdungsbeurteilung ab. Sie beschreibt spezifische Gefährdungen, etwa durch Ammoniak (toxisch), Propan (entzündlich) oder CO₂ (Erstickungsgefahr), sowie konkrete Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln. Für das Facility Management ist sie ein zentrales Instrument des Arbeitsschutzes und muss regelmäßig unterwiesen und dokumentiert werden.
Betriebstagebuch
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Betriebstagebuch |
| Zweck & Geltungsbereich | Laufende Dokumentation des Anlagenbetriebs |
| Rechts- & Normbezug | VDI-MT 3810-1 |
| Wesentliche Inhalte | • Betriebszustände • Störungen • Wartungen • Eingriffe |
| Verantwortlich | Betreiber / Facility Management |
| Praxisbezug FM | Nachvollziehbarkeit, Auditfähigkeit |
Erläuterung:
Das Betriebstagebuch dokumentiert chronologisch alle relevanten Betriebszustände, Wartungsmaßnahmen, Störungen und Eingriffe. Es dient als Nachweis ordnungsgemäßer Betriebsführung und unterstützt die Ursachenanalyse bei Schadensfällen. In Audits oder behördlichen Prüfungen stellt es einen wesentlichen Bestandteil der Betreiberverantwortung dar.
Betriebstagebuch – Kalt-/Kühlwasserkreisläufe
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Betriebsprotokoll Kühlwassersystem |
| Zweck & Geltungsbereich | Dokumentation wasserführender Systeme |
| Rechts- & Normbezug | VDI/BTGA 6044 |
| Wesentliche Inhalte | • Wasserqualität • Temperaturwerte • Hygienekontrollen |
| Verantwortlich | Betreiber |
| Praxisbezug FM | Hygiene- und Betriebssicherheit |
Erläuterung:
Dieses Protokoll erfasst Parameter wie Leitfähigkeit, pH-Wert, Temperatur und mikrobiologische Befunde. Ziel ist die Sicherstellung der Anlagenhygiene und die Vermeidung von Korrosion oder Biofilmbildung. Für das Facility Management ist dies wesentlich zur Gewährleistung der langfristigen Betriebssicherheit und Energieeffizienz der Kälteanlage.
Betriebskostenberechnung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Betriebskostenberechnung |
| Zweck & Geltungsbereich | Wirtschaftliche Bewertung des Anlagenbetriebs |
| Rechts- & Normbezug | HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Energieverbrauch • Wartung • Ersatzteile |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisbezug FM | Budgetplanung und Effizienzoptimierung |
Erläuterung:
Die Betriebskostenberechnung umfasst Energiebedarf, Wartungsaufwand, Ersatzteilkosten und Instandhaltungszyklen. Sie dient als Grundlage für Lebenszyklusbetrachtungen und Wirtschaftlichkeitsanalysen. Für das Facility Management ermöglicht sie eine belastbare Budgetplanung sowie die Identifikation von Optimierungspotenzialen im Sinne nachhaltiger Betriebsführung.
Sicherheitstechnische Bewertung – Überwachungsbedürftige Anlagen
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Sicherheitstechnische Bewertung |
| Zweck & Geltungsbereich | Bewertung überwachungsbedürftiger Anlagen |
| Rechts- & Normbezug | BetrSichV |
| Wesentliche Inhalte | • Prüfberichte • Gefährdungsbewertung • Freigaben |
| Verantwortlich | Zugelassene Überwachungsstelle (ZÜS) |
| Praxisbezug FM | Rechtssicherer Weiterbetrieb |
Erläuterung:
Bestimmte Kälteanlagen gelten als überwachungsbedürftige Anlagen. Die sicherheitstechnische Bewertung durch eine zugelassene Überwachungsstelle umfasst Prüfberichte, Mängelfeststellungen und Freigaben zum Weiterbetrieb. Für das Facility Management ist diese Bewertung zwingende Voraussetzung für den gesetzeskonformen Betrieb und die Minimierung haftungsrechtlicher Risiken.
Brandschutz- / Brandfall-Steuermatrix
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Brandfall- und Steuermatrix |
| Zweck & Geltungsbereich | Definition des Anlagenverhaltens im Brandfall |
| Rechts- & Normbezug | HOAI, VDI 3819-3 |
| Wesentliche Inhalte | • Abschaltungen • Lüftung • Notstrom |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA / Brandschutz |
| Praxisbezug FM | Notfallmanagement und Behördennachweis |
Erläuterung:
Die Brandfall-Steuermatrix definiert das Zusammenspiel zwischen Kälteanlage, Lüftung, MSR-Technik und Notstromversorgung im Ereignisfall. Sie ist insbesondere bei Anlagen mit brennbaren oder toxischen Kältemitteln sicherheitsrelevant. Für das Facility Management bildet sie die Grundlage für Notfallübungen, Abstimmungen mit Behörden und die Sicherstellung eines koordinierten Anlagenverhaltens im Brandfall.
Lösungsdarstellung – LPH 5 (Ausführungsplanung)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Grafische Lösungsdarstellung |
| Zweck & Geltungsbereich | Detaildarstellung der technischen Umsetzung der Kälteanlage |
| Rechts- & Normbezug | HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Anlagenaufbau • Rohrleitungsführung • Sicherheitsabstände • Wartungszonen |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisbezug FM | Referenz für Ausführung, Wartung, Umbauten |
Erläuterung:
Die Lösungsdarstellung konkretisiert die genehmigte Entwurfsplanung in ausführungsreifen Plänen und Details. Sie enthält maßstäbliche Darstellungen der Maschinenräume, Rohrleitungsnetze, Sicherheitseinrichtungen, Druckentlastungsleitungen, Notabschaltungen sowie die Einbindung in angrenzende Gewerke.
Für das Facility Management ist dieses Dokument entscheidend zur Beurteilung von Zugänglichkeit, Wartungsfreiräumen, Flucht- und Rettungswegen, Explosionsschutzbereichen sowie zur späteren Bewertung von Umbauten oder Nutzungsänderungen. Insbesondere bei Ammoniak- oder Kohlenwasserstoffanlagen ist die eindeutige Darstellung von Sicherheitsabständen, Lüftungskonzepten und Gaswarnsystemen von zentraler Bedeutung für den sicheren Betrieb.
Lösungsbeschreibung – LPH 7 (Vergabeergebnisse)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Technische Lösungsbeschreibung |
| Zweck & Geltungsbereich | Dokumentation der beauftragten technischen Ausführung |
| Rechts- & Normbezug | HOAI, DIN 18379 (VOB/C), DIN 18381 (VOB/C) |
| Wesentliche Inhalte | • Leistungsumfang • Systemgrenzen • Ausführungsvarianten • Sicherheitskonzept |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisbezug FM | Vertrags- und Gewährleistungsmanagement |
Erläuterung:
Die Lösungsbeschreibung dokumentiert den im Vergabeverfahren beauftragten Leistungsumfang einschließlich technischer Spezifikationen, Materialqualitäten, Druckstufen, Sicherheitskomponenten sowie Regelungs- und Steuerungskonzepten. Sie definiert eindeutig Systemgrenzen zwischen Kälteerzeugung, Wärmeabgabe, Gebäudeautomation und elektrotechnischer Versorgung.
Für das Facility Management stellt dieses Dokument den verbindlichen Soll-Zustand dar. Es ist Grundlage zur Bewertung von Nachträgen, Abweichungen, Mängeln und Gewährleistungsansprüchen. Darüber hinaus dient es als Referenz bei wiederkehrenden Prüfungen und bei der Überprüfung vertraglich geschuldeter Leistungsparameter wie Leistungszahlen oder Temperaturtoleranzen.
Datenerhebung, Analyse- und Optimierungsprozesse (Ergebnisse)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Analyse- und Optimierungsdokumentation |
| Zweck & Geltungsbereich | Bewertung von Energieeffizienz und Betriebszuständen |
| Rechts- & Normbezug | HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Energiekennwerte • Lastprofile • COP/EER-Werte • Optimierungsvorschläge |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisbezug FM | Energiecontrolling, Effizienzsteigerung |
Erläuterung:
Diese Dokumentation umfasst die systematische Erfassung von Betriebsdaten, Energieverbräuchen, Verdichterlaufzeiten, Druck- und Temperaturverläufen sowie Leistungszahlen (COP/EER). Sie beinhaltet eine Auswertung unter Berücksichtigung von Teillastverhalten, Außentemperaturabhängigkeit und Nutzungsprofilen.
Für das Facility Management ermöglicht sie eine kontinuierliche Effizienzüberwachung, die Identifikation von Fehlfunktionen (z. B. Leckagen, Verschlechterung von Wärmeübertragern) sowie die Ableitung technischer und wirtschaftlicher Optimierungsmaßnahmen. Sie bildet die Grundlage für Energiemanagementprozesse und Lebenszyklusbetrachtungen.
Instandhaltungsunterlagen
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Instandhaltungs- und Wartungsunterlagen |
| Zweck & Geltungsbereich | Sicherstellung eines ordnungsgemäßen technischen Zustands |
| Rechts- & Normbezug | DIN EN 13460 |
| Wesentliche Inhalte | • Wartungsintervalle • Prüfverfahren • Ersatzteilstrategie |
| Verantwortlich | Betreiber / Instandhalter |
| Praxisbezug FM | Betreiberpflichten, Audit- und Prüfungsnachweise |
Erläuterung:
Die Instandhaltungsunterlagen umfassen Wartungspläne, Inspektionsanweisungen, Prüffristen für sicherheitsrelevante Bauteile, Prüfprotokolle sowie Ersatzteil- und Verschleißteilkonzepte. Sie berücksichtigen insbesondere Anforderungen an Druckanlagen, Sicherheitsventile, Gaswarnsysteme und Notabschaltungen.
Im Facility Management bilden sie das operative Fundament der Betreiberverantwortung. Sie gewährleisten die Einhaltung gesetzlicher Prüffristen, sichern die Anlagenverfügbarkeit und minimieren Haftungsrisiken. Zudem dienen sie als Nachweis gegenüber Behörden, Sachverständigen und Versicherern.
Dokumentation der Dämm- und Brandschutzarbeiten
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Dämm- und Brandschutzdokumentation |
| Zweck & Geltungsbereich | Nachweis normgerechter Ausführung von Isolierung und Brandschutz |
| Rechts- & Normbezug | DIN 18421 (VOB/C ATV) |
| Wesentliche Inhalte | • Dämmstoffe • Feuerwiderstandsklassen • Durchführungsdetails |
| Verantwortlich | Ausführendes Unternehmen |
| Praxisbezug FM | Brandschutzrevision, Umbauprüfung |
Erläuterung:
Diese Dokumentation umfasst Materialnachweise, Klassifizierungen, Ausführungsdetails von Brandabschottungen, Rohrdurchführungen, Dämmschichtdicken sowie Kondensat- und Tauwasserschutzmaßnahmen.
Bei brennbaren Kältemitteln ist die fachgerechte Ausführung von Brandabschnitten und Lüftungskonzepten sicherheitsrelevant. Für das Facility Management dient dieses Dokument als prüffähiger Nachweis im Rahmen von Brandschutzbegehungen, Sachverständigenprüfungen und bei baulichen Änderungen.
Installationsdokumentation – Kälteanlagen und Wärmepumpen
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Installations- und Inbetriebnahmedokumentation |
| Zweck & Geltungsbereich | Nachweis der normgerechten Installation |
| Rechts- & Normbezug | DIN EN 378-2 |
| Wesentliche Inhalte | • Druckprüfung • Dichtheitsprüfung • Sicherheitsventile • Aufstellbedingungen |
| Verantwortlich | Installateur |
| Praxisbezug FM | Voraussetzung für Inbetriebnahme und Betrieb |
Erläuterung:
Die Installationsdokumentation enthält Prüfprotokolle zu Druck- und Dichtheitsprüfungen, Funktionsprüfungen von Sicherheitsventilen, Nachweise zur ordnungsgemäßen Aufstellung, Kennzeichnung und zur Einhaltung zulässiger Füllmengen.
Für das Facility Management stellt sie den zentralen Sicherheitsnachweis vor Inbetriebnahme dar. Sie ist Grundlage für wiederkehrende Prüfungen und für die Beurteilung der technischen Integrität der Anlage über den gesamten Lebenszyklus.
Dokumentation für vereinfachtes Verfahren (Arbeitsmittel)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Dokumentation vereinfachtes Verfahren |
| Zweck & Geltungsbereich | Nachweis der Einhaltung vereinfachter Prüfanforderungen |
| Rechts- & Normbezug | BetrSichV |
| Wesentliche Inhalte | • Gefährdungsbeurteilung • Prüffristen • Schutzmaßnahmen |
| Verantwortlich | Arbeitgeber / Betreiber |
| Praxisbezug FM | Arbeitsschutz-Compliance |
Erläuterung:
Sofern Kälteanlagen als überwachungsbedürftige Arbeitsmittel eingestuft werden, kann unter bestimmten Voraussetzungen ein vereinfachtes Prüfverfahren angewendet werden. Hierfür ist eine belastbare Gefährdungsbeurteilung erforderlich, aus der Prüffristen, Art und Umfang der Prüfungen sowie Schutzmaßnahmen hervorgehen.
Für das Facility Management dient dieses Dokument als formaler Nachweis gegenüber Aufsichtsbehörden und internen Audits zur Erfüllung arbeitsschutzrechtlicher Verpflichtungen.
Bauablaufdokumentation / Bautagebuch
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Bautagebuch |
| Zweck & Geltungsbereich | Chronologische Dokumentation der Ausführungsphase |
| Rechts- & Normbezug | HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Baufortschritt • Mängel • Abnahmen • besondere Ereignisse |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisbezug FM | Gewährleistungs- und Haftungsnachweis |
Erläuterung:
Das Bautagebuch dokumentiert täglich Baufortschritt, besondere Vorkommnisse, Abweichungen von der Planung, Nachträge, Mängelanzeigen sowie Zwischen- und Teilabnahmen.
Für das Facility Management ist es ein wesentliches Instrument zur späteren Durchsetzung von Gewährleistungsansprüchen, zur Klärung von Verantwortlichkeiten und zur lückenlosen Nachverfolgbarkeit der Bauausführung.
Vergabedokumentation
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Vergabe- und Wertungsunterlagen |
| Zweck & Geltungsbereich | Rechtssichere Durchführung des Vergabeverfahrens |
| Rechts- & Normbezug | VgV, UVgO, VOB/A 2019, HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Vergabevermerk • Angebotswertung • Zuschlagsbegründung |
| Verantwortlich | Öffentlicher Auftraggeber / Fachplaner TGA |
| Praxisbezug FM | Vertrags- und Nachtragsmanagement |
Erläuterung:
Die Vergabedokumentation umfasst sämtliche Verfahrensschritte von der Bekanntmachung über die Angebotsprüfung bis zur Zuschlagserteilung. Sie dokumentiert Wertungskriterien, Wirtschaftlichkeitsprüfungen und Entscheidungsbegründungen.
Im Facility Management bildet sie die Grundlage für ein transparentes Vertragsmanagement, minimiert Anfechtungsrisiken und sichert die Nachvollziehbarkeit wirtschaftlicher Entscheidungen.
Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Gefährdungsbeurteilungsdokumentation |
| Zweck & Geltungsbereich | Bewertung betrieblicher Gefährdungen |
| Rechts- & Normbezug | BetrSichV |
| Wesentliche Inhalte | • Identifizierte Risiken • Schutzmaßnahmen • Prüffristen |
| Verantwortlich | Arbeitgeber / Betreiber |
| Praxisbezug FM | Arbeitsschutz, Unterweisung, Audit |
Erläuterung:
Die Gefährdungsbeurteilung erfasst systematisch alle mit dem Betrieb der Kälteanlage verbundenen Gefahren, insbesondere durch toxische, brennbare oder unter Druck stehende Medien. Sie bewertet Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmaß und definiert technische, organisatorische und personenbezogene Schutzmaßnahmen.
Im Facility Management ist sie eine zentrale Betreiberpflicht und Grundlage für Unterweisungen, Notfallkonzepte, Prüfintervalle und kontinuierliche Sicherheitsüberwachung.
Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung – Arbeitsmittel
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Dokumentierte Gefährdungsbeurteilung |
| Zweck & Geltungsbereich | Bewertung aller sicherheitsrelevanten Gefährdungen beim Betrieb der Kälteanlage |
| Rechts- & Normbezug | BetrSichV |
| Wesentliche Inhalte | • Identifikation mechanischer, thermischer und elektrischer Gefährdungen • Explosions- und Druckrisiken • Schutzmaßnahmen • Restrisikobewertung |
| Verantwortlich | Arbeitgeber / Betreiber |
| Praxisbezug FM | Zentrale Betreiberpflicht, Grundlage für Prüf- und Unterweisungskonzepte |
Erläuterung:
Die Gefährdungsbeurteilung stellt das zentrale Steuerungsinstrument der Betreiberverantwortung dar. Sie erfasst systematisch alle Gefährdungen, die sich aus Druck, Kältemittel, elektrischer Energie, bewegten Bauteilen sowie möglichen Leckagen ergeben. Darauf aufbauend werden technische, organisatorische und personenbezogene Schutzmaßnahmen definiert. Die Dokumentation ist regelmäßig zu überprüfen und bei Änderungen der Anlage oder des Betriebs anzupassen.
Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung – Überwachungsbedürftige Anlagen
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Erweiterte Gefährdungsbeurteilung |
| Zweck & Geltungsbereich | Bewertung von Risiken bei überwachungsbedürftigen Druck- oder Kälteanlagen |
| Rechts- & Normbezug | ÜAnlG, TRBS 3121 |
| Wesentliche Inhalte | • Druckbehälter- und Anlagensicherheit • Prüfanforderungen • Schutzabstände • Explosionsschutzaspekte |
| Verantwortlich | Betreiber |
| Praxisbezug FM | Grundlage für behördliche Prüfungen und ZÜS-Abnahmen |
Erläuterung:
Bei Anlagen mit Druckbehältern oder sicherheitsrelevanten Kältekreisläufen ist eine vertiefte Bewertung erforderlich. Diese umfasst insbesondere Versagensszenarien, Druckentlastungskonzepte, Notfallmaßnahmen und die Schnittstellen zur Explosionsschutzdokumentation. Die Dokumentation ist maßgeblich für Erst- und wiederkehrende Prüfungen durch zugelassene Überwachungsstellen.
Eignungsnachweis des Bauunternehmens
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Nachweis der fachlichen Eignung |
| Zweck & Geltungsbereich | Sicherstellung qualifizierter Auftragnehmer |
| Rechts- & Normbezug | VOB/A 2019 |
| Wesentliche Inhalte | • Fachkunde • Referenzen • Personalqualifikation • technische Ausstattung |
| Verantwortlich | Bieter / Auftragnehmer |
| Praxisbezug FM | Qualitätssicherung, Haftungsprävention |
Erläuterung:
Der Eignungsnachweis dient der vergaberechtlichen Absicherung und stellt sicher, dass nur fachkundige Unternehmen mit nachweisbarer Erfahrung im Umgang mit natürlichen Kältemitteln beauftragt werden. Für das Facility Management ist er ein wesentliches Instrument zur Risikominimierung und Qualitätssicherung.
Einbauerklärung – Unvollständige Maschine
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Einbauerklärung |
| Zweck & Geltungsbereich | Erklärung bei Lieferung unvollständiger Maschinenkomponenten |
| Rechts- & Normbezug | Richtlinie 2006/42/EG |
| Wesentliche Inhalte | • Beschreibung der Baugruppe • Einbauhinweise • Restrisiken |
| Verantwortlich | Hersteller |
| Praxisbezug FM | Rechtssicherer Anlagenzusammenbau |
Erläuterung:
Werden Komponenten wie Verdichtermodule oder Steuerungseinheiten als unvollständige Maschinen geliefert, ist eine Einbauerklärung erforderlich. Diese bestätigt, dass die Baugruppe erst nach ordnungsgemäßer Integration in die Gesamtanlage betrieben werden darf. Für Betreiber ist sie Teil der technischen Gesamtakte.
Festlegung der Anforderungen an befähigte Personen
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Festlegungsdokument |
| Zweck & Geltungsbereich | Definition der Qualifikationsanforderungen für Prüfpersonal |
| Rechts- & Normbezug | BetrSichV |
| Wesentliche Inhalte | • Fachliche Qualifikation • Erfahrung • Prüfkompetenz |
| Verantwortlich | Arbeitgeber / Betreiber |
| Praxisbezug FM | Organisations- und Haftungsnachweis |
Erläuterung:
Der Betreiber hat festzulegen, welche fachlichen Voraussetzungen Prüfpersonen erfüllen müssen. Dies umfasst Ausbildung, Berufserfahrung sowie spezifische Kenntnisse zu Druckanlagen und natürlichen Kältemitteln. Die Dokumentation dient als Nachweis einer ordnungsgemäßen Organisationsstruktur.
Festlegung von Art, Umfang und Fristen der Prüfungen
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Prüfkonzept |
| Zweck & Geltungsbereich | Strukturierte Prüfplanung |
| Rechts- & Normbezug | BetrSichV |
| Wesentliche Inhalte | • Erstprüfung • Wiederholungsprüfung • Prüffristen • Prüfumfang |
| Verantwortlich | Arbeitgeber / Betreiber |
| Praxisbezug FM | Sicherstellung der Anlagenverfügbarkeit |
Erläuterung:
Das Prüfkonzept definiert systematisch alle Prüfarten, deren Intervalle und Zuständigkeiten. Es berücksichtigt sowohl interne Prüfungen durch befähigte Personen als auch externe Prüfungen durch ZÜS. Eine klare Dokumentation unterstützt die Fristenüberwachung und reduziert Betriebsunterbrechungen.
Mengenermittlung – Technische Ausrüstung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Mengenermittlung |
| Zweck & Geltungsbereich | Quantitative Grundlage der Planung |
| Rechts- & Normbezug | HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Rohrleitungsdimensionen • Aggregatanzahl • Leistungswerte |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisbezug FM | Kostenkontrolle und Leistungsabgleich |
Nachweis der Fachkunde zur Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Qualifikationsnachweis |
| Zweck & Geltungsbereich | Sicherstellung fachgerechter Risikoanalyse |
| Rechts- & Normbezug | BetrSichV |
| Wesentliche Inhalte | • Schulungsnachweise • Zertifikate • Fachkundeumfang |
| Verantwortlich | Schulungsträger / Arbeitgeber |
| Praxisbezug FM | Audit- und Behördenfähigkeit |
Funktions- und Strangschema – LPH 3 (Entwurfsplanung)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Funktions- und Strangschema |
| Zweck & Geltungsbereich | Darstellung der Prozess- und Kältekreislaufstruktur |
| Rechts- & Normbezug | HOAI, VDI 6026-1 |
| Wesentliche Inhalte | • Verdichter • Wärmetauscher • Sicherheitsarmaturen • Steuerlogik |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisbezug FM | Verständnis der Anlagenstruktur |
Erläuterung:
In der Entwurfsplanung dient das Schema der konzeptionellen Darstellung des Kältekreislaufs. Es zeigt Hauptkomponenten, Energieflüsse und sicherheitsrelevante Einrichtungen. Für das FM bildet es die Grundlage für eine frühzeitige Bewertung von Wartungszugänglichkeit und Betriebskonzept.
Funktions- und Strangschema – LPH 5 (Ausführungsplanung)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Ausführungsreifes Funktionsschema |
| Zweck & Geltungsbereich | Detaildarstellung für Montage und Inbetriebnahme |
| Rechts- & Normbezug | HOAI, VDI 6026-1 |
| Wesentliche Inhalte | • Sicherheitsventile • Drucküberwachung • Notabschaltungen |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisbezug FM | Referenz für Betrieb und Störungsanalyse |
Funktions- und Strangschema – LPH 7 (Vergabeergebnisse)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Vergabebezogenes Funktions- und Strangschema |
| Zweck & Geltungsbereich | Dokumentation der beauftragten technischen Lösung |
| Rechts- & Normbezug | HOAI, DIN 18379 (VOB/C), DIN 18381 (VOB/C) |
| Wesentliche Inhalte | • Kältekreisläufe • Medienstränge • Regel- und Sicherheitseinrichtungen |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisbezug FM | Vertragsklarheit, Gewährleistungsmanagement |
Erläuterung:
Das Funktions- und Strangschema dokumentiert den verbindlich beauftragten Anlagenzustand nach Vergabe. Es bildet die technische Referenz für Ausführung, Abnahme und spätere Betriebsführung. Im Facility Management dient es als maßgebliche Grundlage für Soll-Ist-Vergleiche, Mängelverfolgung sowie für die Beurteilung von Leistungsabweichungen im Rahmen von Gewährleistungsansprüchen. Darüber hinaus erleichtert es die technische Einordnung von Umbauten oder Erweiterungen.
Funktionsschema (Prinzipschaltbild) – LPH 2 (Vorplanung)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Prinzipschaltbild |
| Zweck & Geltungsbereich | Grundlegende Darstellung des Kältekonzepts |
| Rechts- & Normbezug | VDI 6026-1, HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Hauptkomponenten • Energie- und Medienflüsse |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisbezug FM | Strategische Bewertung von Redundanz und Wartungsaufwand |
Erläuterung:
Das Prinzipschaltbild dient der konzeptionellen Darstellung des vorgesehenen Kältesystems. Es beschreibt die funktionalen Zusammenhänge zwischen Verdichter, Verflüssiger, Verdampfer, Sicherheitsarmaturen und Steuerungseinrichtungen. Für das Facility Management ermöglicht dieses Dokument eine frühzeitige Bewertung von Redundanzkonzepten, Zugänglichkeit für Wartung, Ausfallszenarien sowie energetischer Effizienz.
Schnittstellen- / Trade-Relationship-Matrix
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Schnittstellenmatrix |
| Zweck & Geltungsbereich | Klare Abgrenzung technischer und organisatorischer Zuständigkeiten |
| Rechts- & Normbezug | VDI 6039 |
| Wesentliche Inhalte | • Gewerkeabgrenzung • Verantwortlichkeiten • Informationsflüsse |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisbezug FM | Koordination, Haftungsvermeidung |
Erläuterung:
Kälteanlagen mit natürlichen Kältemitteln weisen zahlreiche Schnittstellen zu Elektrotechnik, Gebäudeautomation, Brandschutz und baulichen Anlagen auf. Die Schnittstellenmatrix definiert Verantwortlichkeiten und Informationsflüsse eindeutig und verhindert Überschneidungen oder Lücken in der Zuständigkeit. Für das Facility Management ist sie ein zentrales Instrument zur Haftungsprävention und zur strukturierten Koordination externer Dienstleister.
Herstellerinformationen für Instandhaltung – Arbeitsmittel
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Herstellerwartungsinformationen |
| Zweck & Geltungsbereich | Sicherstellung bestimmungsgemäßer Wartung |
| Rechts- & Normbezug | BetrSichV |
| Wesentliche Inhalte | • Wartungsintervalle • Inspektionspunkte • Sicherheitsvorgaben |
| Verantwortlich | Hersteller |
| Praxisbezug FM | Grundlage für Wartungsverträge |
Erläuterung:
Die Herstellerinformationen enthalten verbindliche Angaben zu Wartungsintervallen, sicherheitsrelevanten Prüfungen und zulässigen Betriebsbedingungen. Gemäß Betriebssicherheitsverordnung sind diese Angaben bei der Erstellung der Gefährdungsbeurteilung sowie bei der Festlegung von Prüffristen zwingend zu berücksichtigen. Sie bilden die Grundlage für die Ausgestaltung von Wartungs- und Serviceverträgen.
Herstellerdokumentation – Unbefeuerte Druckbehälter
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Druckbehälterdokumentation |
| Zweck & Geltungsbereich | Nachweis der drucktechnischen Sicherheit |
| Rechts- & Normbezug | DIN EN 13445-5 |
| Wesentliche Inhalte | • Prüfzeugnisse • Werkstoffnachweise • Druckprüfprotokolle |
| Verantwortlich | Hersteller |
| Praxisbezug FM | Prüfpflichten, Behörden- und Sachverständigennachweise |
Erläuterung:
Insbesondere CO₂-Anlagen arbeiten mit erhöhten Betriebsdrücken. Die vollständige Druckbehälterdokumentation ist daher zwingend vorzuhalten. Sie dient als Grundlage für wiederkehrende Prüfungen durch zugelassene Überwachungsstellen sowie für behördliche Kontrollen. Im Facility Management ist sie integraler Bestandteil der Anlagenakte.
Informationen für die Gefährdungsbeurteilung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Informationsgrundlage Gefährdungsbeurteilung |
| Zweck & Geltungsbereich | Identifikation und Bewertung betrieblicher Risiken |
| Rechts- & Normbezug | BetrSichV |
| Wesentliche Inhalte | • Stoffeigenschaften • Explosions- oder Toxizitätsrisiken |
| Verantwortlich | Betreiber / Fachkundige |
| Praxisbezug FM | Arbeitsschutz, Unterweisungen |
Erläuterung:
Natürliche Kältemittel können toxisch (Ammoniak), erstickend (CO₂) oder brennbar (Propan) sein. Die Gefährdungsbeurteilung hat diese Eigenschaften systematisch zu analysieren und geeignete Schutzmaßnahmen festzulegen. Hierzu zählen Lüftungskonzepte, Gaswarnanlagen, Explosionsschutzmaßnahmen sowie organisatorische Maßnahmen wie Unterweisungen.
Informationen zu Notfallmaßnahmen
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Notfall- und Störfallinformationen |
| Zweck & Geltungsbereich | Sicherstellung eines koordinierten Vorgehens bei Störungen |
| Rechts- & Normbezug | BetrSichV |
| Wesentliche Inhalte | • Evakuierungsmaßnahmen • Absperrstrategien • Alarmketten |
| Verantwortlich | Betreiber / Arbeitgeber |
| Praxisbezug FM | Notfallmanagement, Behördenkommunikation |
Instandhaltungsbericht
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Wartungs- und Inspektionsbericht |
| Zweck & Geltungsbereich | Dokumentation durchgeführter Instandhaltungsmaßnahmen |
| Rechts- & Normbezug | DIN EN 13306 |
| Wesentliche Inhalte | • Tätigkeiten • Befunde • Mängel • Empfehlungen |
| Verantwortlich | Instandhalter |
| Praxisbezug FM | Zustandsbewertung, Auditnachweis |
Instandhaltungsplan
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Instandhaltungsplan |
| Zweck & Geltungsbereich | Strukturierte Planung aller Wartungsmaßnahmen |
| Rechts- & Normbezug | DIN EN 13306, DIN EN 15331 |
| Wesentliche Inhalte | • Maßnahmenarten • Intervalle • Verantwortlichkeiten |
| Verantwortlich | Instandhalter / Facility Management |
| Praxisbezug FM | Planungssicherheit, Budgetsteuerung |
Instandhaltungszeitplan
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Wartungs- und Terminplan |
| Zweck & Geltungsbereich | Terminliche Koordination der Maßnahmen |
| Rechts- & Normbezug | DIN EN 13306 |
| Wesentliche Inhalte | • Wartungszyklen • Prüfintervalle • Zuständigkeiten |
| Verantwortlich | Instandhalter / Facility Management |
| Praxisbezug FM | Ressourcen- und Terminmanagement |
Anlageninventarliste
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Inventarliste Kälteanlage |
| Zweck & Geltungsbereich | Vollständige Erfassung aller kälte- und drucktechnischen Komponenten |
| Rechts- & Normbezug | DIN EN 13306 |
| Wesentliche Inhalte | • Anlagen-ID • Baujahr • Kältemittelart • Druckstufen • Standort |
| Verantwortlich | Betreiber / Facility Management |
| Praxisbezug FM | Grundlage für Instandhaltungs- und Prüfplanung |
Erläuterung:
Die Inventarliste dient im Facility Management als zentrales Verzeichnis aller Kälte- und druckbeaufschlagten Anlagen. Sie enthält für jede Anlage eine eindeutige Kennung (ID), Angaben zum Baujahr, Kältemittel und Druckstufen sowie den aktuellen Standort. Damit schafft sie Transparenz über den gesamten Anlagenbestand. Mit diesen Daten kann der Betreiber Wartungs- und Prüfintervalle nach betriebssicherheitsrechtlichen Vorgaben planen und Ersatzteilstrategien entwickeln. Experten empfehlen, gerade bei Anlagen mit natürlichen Kältemitteln ein vollständiges Anlagenlogbuch zu führen. Die Inventarliste bildet die Grundlage für strukturierte Risikoanalysen und eine revisionssichere Instandhaltungsdokumentation: Der FM kann anhand der Liste Anlagen nach Kritikalität priorisieren und notwendige Prüfungen koordinieren.
Aufgabenklärung – Technische Ausrüstung (Ergebnisdokument)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Dokumentation der Aufgabenklärung |
| Zweck & Geltungsbereich | Definition von Leistungsanforderungen und Betriebszielen |
| Rechts- & Normbezug | HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Kühlleistungen • Redundanzanforderungen • Sicherheitsziele |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisbezug FM | Sicherstellung betrieblicher Eignung |
Erläuterung:
Die Aufgabenklärung wird im Rahmen der HOAI-Leistungsphasen 1 und 2 (Grundlagenermittlung/Vorplanung) erstellt. Sie hält alle technischen, organisatorischen und betrieblichen Anforderungen an die Kälteanlage schriftlich fest. Dazu gehören neben den geforderten Kühlleistungen auch Nutzungsprofile (z.B. Betriebszeiten, Lastfälle), Redundanz- und Verfügbarkeitsanforderungen sowie sicherheitstechnische Vorgaben (z.B. Temperaturniveaus, Explosionsschutz). Ebenso werden Standortbedingungen (Raumgrößen, Abstände), Vorgaben zur Energieeffizienz und Brandschutzbestimmungen berücksichtigt. Dieses Ergebnisdokument ist die Referenz für die weitere Planung und Ausschreibung: Der FM kann damit prüfen, ob spätere Anlagenänderungen oder Ergänzungen mit den ursprünglichen Zielvorgaben übereinstimmen.
EU-Konformitäts-/Leistungserklärung (Maschinen)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | EU-Konformitätserklärung |
| Zweck & Geltungsbereich | Nachweis der Einhaltung des europäischen Maschinenrechts |
| Rechts- & Normbezug | Verordnung (EU) 2023/1230, Richtlinie 2006/42/EG, 9. ProdSV |
| Wesentliche Inhalte | • CE-Kennzeichnung • angewandte Normen • Herstellerangaben |
| Verantwortlich | Hersteller |
| Praxisbezug FM | Voraussetzung für Inbetriebnahme |
Erläuterung:
Die EU-Konformitätserklärung ist ein verpflichtendes Dokument des Anlagenherstellers, in dem dieser bestätigt, dass die Kälteanlage den grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen der Maschinenrichtlinie (jetzt EU-Verordnung 2023/1230) entspricht. Sie wird gemäß Anhang II Teil 1 (Maschinenrichtlinie) ausgestellt und muss alle relevanten Richtlinien/Fachnormen (z.B. DIN EN 378 für Kälteanlagen) sowie die CE-Kennzeichnung enthalten. Ohne diese Erklärung darf die Maschine nicht in Verkehr gebracht oder in Betrieb genommen werden. Für das FM ist die Konformitätserklärung die grundlegende Voraussetzung, um die Anlage rechtlich abnehmen zu können.
Kostenberechnung – Technische Ausrüstung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Kostenberechnung |
| Zweck & Geltungsbereich | Detaillierte Investitionskostenermittlung |
| Rechts- & Normbezug | HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Kostengruppen • Berechnungsgrundlagen |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisbezug FM | Budgetfreigabe |
Erläuterung:
Die Kostenberechnung wird in der Entwurfsplanung (HOAI-LPH 3) erstellt und gibt eine detaillierte Aufstellung der voraussichtlichen Investitionskosten für die Kälteanlage. Sie gliedert die Kosten nach DIN 276-Kostengruppen (z.B. Rohrleitungen, Aggregate, Montage) und benennt dafür zugrunde gelegte Einheitspreise und Mengen. Damit dient sie als verbindliche Grundlage für die Budgetplanung: Der Betreiber kann anhand dieser Berechnung Mittel freigeben und den Kostenanschlag für Angebote prüfen. Eine präzise Kostenberechnung ist notwendig, damit das Projekt wirtschaftlich gesteuert und verglichen werden kann.
Kostenfeststellung – Technische Ausrüstung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Kostenfeststellung |
| Zweck & Geltungsbereich | Dokumentation der tatsächlichen Endkosten |
| Rechts- & Normbezug | HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Endabrechnung • Abweichungsanalyse |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisbezug FM | Controlling, Benchmarking |
Erläuterung:
Die Kostenfeststellung dokumentiert nach Projektabschluss die tatsächlichen Kosten der Anlage. Sie umfasst die Endabrechnung aller Leistungen und den Soll-Ist-Vergleich der Kostenfeststellung mit der ursprünglichen Auftragssumme. Gemäß HOAI (LPH 8) ist der Vergleich der tatsächlich anfallenden Kosten mit den veranschlagten Leistungen Teil der Abschlussaufgaben des Planers. Die Abweichungsanalyse zeigt, in welchen Bereichen Kosten höher oder niedriger ausgefallen sind. Für das FM liefert diese Transparenz wichtige Controlling-Daten und dient dem Benchmarking: Sie ist Grundlage für Nachkalkulation, Gewährleistungsrückbehalte und spätere Wirtschaftlichkeitsvergleiche.
Kostenschätzung – Technische Ausrüstung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Kostenschätzung |
| Zweck & Geltungsbereich | Frühphasige Budgetorientierung |
| Rechts- & Normbezug | HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Kostenannahmen • Vergleichswerte |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisbezug FM | Strategische Investitionsplanung |
Erläuterung:
Die Kostenschätzung wird in der frühen Planung (HOAI-LPH 2) erstellt und gibt eine grobe Orientierung über die erwarteten Gesamtinvestitionen. Sie basiert auf Erfahrungswerten, Kalkulationssätzen und Vergleichsdaten zu ähnlichen Projekten. Mit ihr kann der Betreiber bereits in der Vorplanung erste Budgetentscheidungen treffen. Die Schätzung beinhaltet vereinfachte Kostenblöcke (z.B. für Material, Aggregat, Betriebskosten) und dient als Maßstab für nachfolgende Planungsphasen. Bereits zur Vorplanung legt der Planer anhand der Kostenschätzung grobe Kostengruppen nach DIN 276 fest – dies ermöglicht dem FM, die Finanzierung langfristig zu planen und die weiteren Ausschreibungen vorzubereiten.
Leistungs- und Funktionsmessungen
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Funktions- und Leistungsnachweise |
| Zweck & Geltungsbereich | Nachweis der vereinbarten Kühlleistung |
| Rechts- & Normbezug | HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Leistungsdaten • Temperaturverläufe • Effizienzwerte |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisbezug FM | Abnahme, Optimierung |
Erläuterung:
Nach Fertigstellung der Anlage führt der Fachplaner Abnahmeprüfungen durch und erstellt Messprotokolle über die erzielte Kühlleistung und Funktion. Diese enthalten beispielsweise die gemessenen Kühlkapazität, Verflüssigungs- und Verdampfungstemperaturen, Druckhöhen sowie die Leistungsaufnahme der Kompressoren. Normative Vorgaben (z.B. die neue DIN ISO 916 für Kälteanlagen) definieren, unter welchen Bedingungen und Parametern diese Messungen erfolgen müssen. Mit diesen Nachweisen wird bestätigt, dass die Anlage die vertraglich zugesicherte Leistung erreicht. Für das FM sind die Messprotokolle entscheidend: Sie bilden die Grundlage der technischen Abnahme und liefern Vergleichswerte für spätere Optimierungen oder Energiemanagement-Maßnahmen.
Montageanleitung – unvollständige Maschinen
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Montageanleitung |
| Zweck & Geltungsbereich | Sichere Integration von Komponenten |
| Rechts- & Normbezug | Verordnung (EU) 2023/1230, Richtlinie 2006/42/EG, DIN EN 809 |
| Wesentliche Inhalte | • Einbauvorgaben • Sicherheitsanforderungen |
| Verantwortlich | Hersteller |
| Praxisbezug FM | Umbauten, Erweiterungen |
Erläuterung:
Komponenten, die als unvollständige Maschinen geliefert werden (z.B. einzelne Verdichter oder Wärmetauscher), müssen mit einer Montageanleitung und einer „Einbauerklärung“ ausgestattet sein. Diese Unterlagen enthalten alle notwendigen Einbau- und Anschlussvorgaben sowie Hinweise auf erforderliche Schutzmaßnahmen. Eine ausführliche Montageanleitung ist besonders dann wichtig, wenn die Anlage später erweitert oder umgebaut wird. Sie stellt sicher, dass die Teile korrekt integriert und etwaige sicherheitsrelevante Aspekte (etwa Explosionsschutz bei brennbaren Kältemitteln) berücksichtigt werden.
Nachweis zur sicheren Verlängerung von Prüffristen (Druckanlagen)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Sicherheitsnachweis Prüffristverlängerung |
| Zweck & Geltungsbereich | Rechtssichere Verlängerung von Prüfintervallen |
| Rechts- & Normbezug | BetrSichV |
| Wesentliche Inhalte | • Gefährdungsbeurteilung • Risikobewertung |
| Verantwortlich | Arbeitgeber / Betreiber |
| Praxisbezug FM | Prüf- und Wartungsoptimierung |
Erläuterung:
Anlagenteile, die dem Druckgeräteschutz unterliegen (z.B. Ammoniakverdichter, CO₂-Behälter), sind normalerweise in festen Fristen zu prüfen. Gemäß Anhang 2 Abs. 4 Nr. 5.9 BetrSichV kann die Festigkeitsprüfung, die üblicherweise alle 10 Jahre vorgeschrieben ist, auf bis zu 15 Jahre verlängert werden. Voraussetzung ist, dass im Rahmen der inneren oder äußeren Prüfung nachgewiesen wird, dass das Bauteil weiterhin sicher betrieben werden kann. Dieser Nachweis wird in der Gefährdungsbeurteilung dokumentiert. Sind die Sicherheitskriterien erfüllt, ist keine zusätzliche behördliche Genehmigung erforderlich und das Prüfintervall kann rechtlich einvernehmlich verlängert werden. Für das FM ermöglicht dies eine kostenoptimierte Prüfstrategie, ohne Abstriche bei der Sicherheit zu machen.
Bauphysikalische und statische Nachweise (Dämm- und Brandschutz)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Bauphysikalische und statische Nachweise |
| Zweck & Geltungsbereich | Nachweis normgerechter Ausführung von Isolierung und Brandschutz |
| Rechts- & Normbezug | DIN 18421 (VOB/C ATV) |
| Wesentliche Inhalte | • Isolierklassen • Feuerwiderstand • Tragfähigkeit |
| Verantwortlich | Ausführendes Unternehmen |
| Praxisbezug FM | Brandschutzprüfung, Umbauten |
Erläuterung:
Diese Nachweise dokumentieren, dass die Isolierung und der Brandschutz fachgerecht ausgeführt wurden. Nach ATV DIN 18421 (VOB/C) müssen Wärmedämm- und Kälteleitungen gemäß DIN 4140 ausgeführt sein. Daraus ergeben sich Anforderungen an Mindestdämmstoffdicken, Anschlussdetails und Wärmebrücken. Außerdem sind Rohrleitungen im Brandfall fachgerecht durch Brandabschottungen zu führen (z.B. die geforderte Feuerwiderstandsklasse für Wände und Decken zu erfüllen). Statische Nachweise betreffen etwa die Dimensionierung von Tragkonstruktionen und Rohrschellen, die das ausführende Gewerk bestätigt. Für das FM sind diese Unterlagen wichtig, um bei Abnahmen und späteren Umbauten sicherzustellen, dass keine bau- oder brandschutztechnischen Vorgaben verletzt werden.
Objektbegehungsbericht – Technische Ausrüstung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Objektbegehungsbericht |
| Zweck & Geltungsbereich | Dokumentation des Ist-Zustands bestehender Kälteanlagen |
| Rechts- & Normbezug | HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Anlagenzustand • Sicherheitsmängel • Betriebseinschränkungen • Modernisierungsbedarf |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA (Technische Gebäudeausrüstung) |
| Praxisbezug FM | Grundlage für Instandhaltungsstrategie und Investitionsplanung |
Erläuterung:
Der Objektbegehungsbericht wird im Rahmen der Grundlagenermittlung nach HOAI erstellt und dokumentiert den aktuellen Zustand der Kälteanlage. Ein Fachplaner TGA führt dabei eine umfassende Ortsinspektion durch und erfasst alle relevanten Informationen zum Anlagenzustand. Typische Inhalte sind der allgemeine Betriebszustand, erkannte Sicherheitsmängel und etwaige Betriebseinschränkungen. Der Bericht bildet die technisch-wirtschaftliche Bewertungsgrundlage für das FM: Er zeigt Modernisierungs- und Investitionsbedarf auf und erlaubt es, notwendige Maßnahmen zu priorisieren. So kann das Facility Management gezielt Instandhaltungsstrategien ableiten, um Sicherheit und Effizienz der Anlage zu gewährleisten.
Anschluss- und Medienpläne für gelieferte Anlagen
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Anschluss- und Medienpläne |
| Zweck & Geltungsbereich | Sicherstellung der normgerechten Einbindung in Versorgungsnetze |
| Rechts- & Normbezug | HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Stromversorgung • Hydraulik • Kältemittelkreislauf • Sicherheitsventile |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisbezug FM | Wartung, Umbauten, Störungsanalyse |
Erläuterung:
Die Anschluss- und Medienpläne legen dar, wie die Kälteanlage sicher in alle Versorgungs- und Sicherheitssysteme integriert wird. Sie zeigen detailliert, wo Stromanschlüsse, Hydraulikleitungen, Kältemittelleitungen und Sicherheitsventile installiert sind und wie diese mit den Versorgungsnetzen verknüpft sind. Damit können Schnittstellenfehler minimiert und sichere Eingriffe bei Wartungsarbeiten, Erweiterungen oder Störungsfällen gewährleistet werden. Fehlen solche Pläne, entstehen hohe Risiken bei Umbauten oder Instandhaltungen. Durch die normgerechte Dokumentation der Anschlüsse gemäß VDE- und DIN-Vorgaben (bspw. Elektrische Installationen, Druckleitungen) erhält das FM-Team wichtige Informationen für Umbau- und Fehleranalysen.
Planungskonzept – Technische Ausrüstung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Planungskonzept |
| Zweck & Geltungsbereich | Strategische Festlegung der technischen Lösung |
| Rechts- & Normbezug | HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Anlagentyp • Redundanzkonzept • Sicherheitsstrategie • Energieeffizienz |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisbezug FM | Grundlage für Betriebskonzept und Risikobewertung |
Erläuterung:
Im Planungskonzept wird die Betriebs- und Sicherheitsphilosophie der Kälteanlage festgelegt. Es enthält z. B. die Entscheidung für einen bestimmten Anlagentyp, Anforderungen an Redundanz (z. B. doppelte Systeme für Ausfallsicherheit), ein Sicherheitskonzept und Zielvorgaben zur Energieeffizienz. Moderne Konzepte sehen häufig vor, dass redundante Kältesysteme den Weiterbetrieb sichern, selbst wenn einzelne Komponenten ausfallen. Das Konzept bildet die Grundlage für spätere Betriebs- und Wartungsstrategien: Es stimmt alle Beteiligten auf einheitliche Sicherheitsziele ab und ermöglicht eine fundierte Risikobewertung. So kann das Facility Management das spätere Betriebskonzept entwickeln und Prüffristen sowie Zuständigkeiten im Hinblick auf die definierten Systemziele planen.
Preisliste – Technische Ausrüstung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Preisliste / Preisübersicht |
| Zweck & Geltungsbereich | Transparente Darstellung von Leistungs- und Einheitspreisen |
| Rechts- & Normbezug | HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Leistungspositionen • Einheitspreise • Nachtragsgrundlagen |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisbezug FM | Kostencontrolling und Nachtragsprüfung |
Erläuterung:
Die Preisliste fasst alle im Leistungsverzeichnis geforderten Positionen mit ihren Einheitspreisen zusammen. Sie schafft Transparenz über die wirtschaftlichen Parameter der Anlage. Für das FM ist dies ein zentrales Instrument: Im Kostencontrolling dient sie als Referenz zur Überprüfung von Abrechnungen und Nachträgen. Bei Gewährleistungsfragen kann die Preisliste herangezogen werden, um festzustellen, welche Leistungen ursprünglich vereinbart waren. So unterstützt sie das FM-Team dabei, Nachtragsforderungen zu prüfen und den finanziellen Aufwand für Änderungen oder Mängelbeseitigungen nachvollziehbar zu gestalten.
Mängelbeseitigungsprotokoll aus der Abnahme
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Protokoll zur Mängelbeseitigung |
| Zweck & Geltungsbereich | Nachweis der ordnungsgemäßen Mängelbeseitigung |
| Rechts- & Normbezug | HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Mängelliste • Fristen • Erledigungsnachweise |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisbezug FM | Gewährleistungsmanagement |
Erläuterung:
Im Rahmen der Abnahme der Kälteanlage wird ein Mängelbeseitigungsprotokoll erstellt. Dieses Protokoll listet alle während der Abnahme erkannten Mängel und Restarbeiten auf, inklusive realistischer Fristen für deren Behebung. Die Unterschrift des Auftraggebers – gegebenenfalls „unter Vorbehalt“ – dokumentiert, dass die Anlage abgenommen wurde, jedoch mit eingetragenen Mängeln. Die Schlussabnahme schließt den Vertrag rechtlich ab, indem beide Parteien bestätigen, dass die Leistungen übernommen wurden. Für das Facility Management ist dieses Dokument wesentlich: Es sichert die Gewährleistungsansprüche ab und legt fest, welche Mängel nach Abnahme noch durch den Auftragnehmer zu beseitigen sind. So schützt es den Betreiber vor späteren Haftungsrisiken durch versteckte Mängel.
Unterweisungsprotokoll – Arbeitsmittel
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Unterweisungsprotokoll |
| Zweck & Geltungsbereich | Nachweis der Einweisung in sicherheitsrelevante Funktionen |
| Rechts- & Normbezug | BetrSichV |
| Wesentliche Inhalte | • Gefährdungen • Notfallmaßnahmen • Bedienung |
| Verantwortlich | Arbeitgeber / Betreiber |
| Praxisbezug FM | Arbeitsschutz- und Haftungsnachweis |
Erläuterung:
Alle Mitarbeiter, die mit der Kälteanlage umgehen, müssen in ihren Aufgaben und den damit verbundenen Gefährdungen unterwiesen werden. Die BetrSichV legt ausdrücklich fest, dass durch Qualifikation und Unterweisung der Beschäftigten der sichere Betrieb sichergestellt wird. Im Unterweisungsprotokoll wird festgehalten, dass das Personal in die sicherheitsrelevanten Aspekte eingewiesen wurde – etwa in den Umgang mit dem Kältemittel, Notfallabschaltungen und persönliche Schutzmaßnahmen. Dieses Protokoll dient als Nachweis, dass der Arbeitgeber seine Unterweisungspflicht erfüllt hat und ist damit ein zentrales Dokument für den Arbeitsschutz und die Haftungsabsicherung.
Prüfaufzeichnung – Überwachungsbedürftige Anlagen
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Prüfaufzeichnung |
| Zweck & Geltungsbereich | Dokumentation durchgeführter Prüfungen |
| Rechts- & Normbezug | TRBS 1201, BetrSichV |
| Wesentliche Inhalte | • Prüfanlass • Prüfumfang • Ergebnisse • Fristen |
| Verantwortlich | Befähigte Person / Zugelassene Überwachungsstelle |
| Praxisbezug FM | Nachweis der Prüfpflichtenerfüllung |
Erläuterung:
Prüfaufzeichnungen dokumentieren jede gesetzlich vorgeschriebene Kontrolle der Kälteanlage. Nach TRBS 1201 müssen sie mindestens Art und Umfang der Prüfung sowie das Ergebnis und die Unterschrift der prüfenden Fachkraft enthalten. Beispiele für Eintragungen sind Prüfanlass (z. B. Erst- oder Wiederholungsprüfung), Umfang (z. B. Sicherheitsventile prüfen), Messergebnisse und Fristen für Folgetermine. Gemäß BetrSichV ist vorgeschrieben, dass diese Aufzeichnungen bis zur nächsten Prüfung aufbewahrt werden. Sie sind essenziell, damit das FM-Team jederzeit nachweisen kann, dass alle Prüfverpflichtungen erfüllt wurden und keine Prüfung versäumt wurde.
Prüfbescheinigung – Überwachungsbedürftige Anlagen
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Prüfbescheinigung |
| Zweck & Geltungsbereich | Offizielle Bestätigung der Prüfkonformität |
| Rechts- & Normbezug | TRBS 1201, BetrSichV, VDI 6211 |
| Wesentliche Inhalte | • Prüfergebnis • Auflagen • Gültigkeitsdauer |
| Verantwortlich | Zugelassene Überwachungsstelle (ZÜS) |
| Praxisbezug FM | Behörden- und Versicherungsnachweis |
Erläuterung:
Wird eine Prüfung der Kälteanlage von einer zugelassenen Überwachungsstelle (ZÜS) durchgeführt, stellt diese dem Betreiber eine offizielle Prüfbescheinigung aus. Die Bescheinigung bestätigt das Prüfungsergebnis und führt etwaige Auflagen sowie die Gültigkeitsdauer auf. Sie ist rechtlich bindend: Gemäß BetrSichV muss das Ergebnis der Prüfung in einer Prüfbescheinigung dokumentiert sein, und diese Bescheinigung ist während der gesamten Nutzungsdauer der Anlage aufzubewahren und auf Verlangen der Behörde vorzulegen. Für das Facility Management ist die Prüfbescheinigung ein wichtiges Nachweisdokument, um gegenüber Behörden und Versicherungen die Einhaltung aller Prüfauflagen zu belegen.
Prüfbuch – Elektrische Anlagen
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Prüfbuch elektrische Anlagen |
| Zweck & Geltungsbereich | Dokumentation elektrischer Prüfungen |
| Rechts- & Normbezug | DGUV Vorschrift 3 |
| Wesentliche Inhalte | • Prüftermine • Mängel • Fristen |
| Verantwortlich | Betreiber |
| Praxisbezug FM | Arbeitsschutz- und Haftungsnachweis |
Erläuterung:
Für elektrische Anlagen regelt die DGUV Vorschrift 3 die Prüfpflichten. Auf Verlangen der Berufsgenossenschaft muss ein Prüfbuch geführt werden, in dem alle relevanten Informationen festgehalten werden. Typische Eintragungen sind die Termine durchgeführter Prüfungen, festgestellte Mängel und die gesetzten Fristen zu ihrer Beseitigung. Das Prüfbuch fungiert als laufender Sicherheitsnachweis: Es zeigt, dass die wiederkehrenden Elektroprüfungen ordnungsgemäß durchgeführt wurden, und dient im Arbeits- und Versichungsschutz als Nachweis bei Audits.
Prüfkonzept – Überwachungsbedürftige Anlagen
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Prüfkonzept |
| Zweck & Geltungsbereich | Systematische Festlegung von Prüfart, -umfang und -intervallen |
| Rechts- & Normbezug | BetrSichV, TRBS 1201-2 |
| Wesentliche Inhalte | • Gefährdungsbeurteilung • Prüffristen • Zuständigkeiten |
| Verantwortlich | Arbeitgeber / Betreiber |
| Praxisbezug FM | Strategische Prüf- und Risikosteuerung |
Erläuterung:
Das Prüfkonzept definiert systematisch, welche Prüfungen an der Kälteanlage erforderlich sind: Dazu gehören Prüfart, Umfang und Wiederholungsintervalle. Die BetrSichV schreibt vor, dass der Arbeitgeber Art und Umfang erforderlicher Prüfungen sowie die Fristen selbst festlegen muss. In der Praxis fließen hier die Ergebnisse der Gefährdungsbeurteilung ein. Das Konzept regelt zudem, wer im Betrieb für welche Prüfungen zuständig ist. Für das FM ist das Prüfkonzept das zentrale Steuerungsinstrument: Es bildet die gesamte Überwachungsstrategie der Anlage ab und stellt sicher, dass alle Prüfungen und Kontrollen planmäßig umgesetzt werden.
Funktions- und Strangschema – LPH 7 (Vergabeergebnisse)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Vergabebezogenes Funktions- und Strangschema |
| Zweck & Geltungsbereich | Dokumentation der beauftragten technischen Lösung |
| Rechts- & Normbezug | HOAI, DIN 18379 (VOB/C), DIN 18381 (VOB/C) |
| Wesentliche Inhalte | • Kältekreisläufe • Medienstränge • Regel- und Sicherheitseinrichtungen |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
Erläuterung:
Dieses Schema definiert den verbindlichen Soll-Zustand der beauftragten Anlage einschließlich aller sicherheitsrelevanten Komponenten, Absperrorgane, Sensorik und Regelketten. Für das Facility Management bildet es die Grundlage für Abnahmeprüfungen, Mängelverfolgung, Leistungsabgrenzung im Gewährleistungsfall sowie für spätere Optimierungen oder Erweiterungen. Abweichungen zwischen Planung und Ausführung sind nachvollziehbar zu dokumentieren.
Funktionsschema (Prinzipschaltbild) – LPH 2 (Vorplanung)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Prinzipschaltbild |
| Zweck & Geltungsbereich | Grundlegende Darstellung des Kältekonzepts |
| Rechts- & Normbezug | VDI 6026-1, HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Hauptkomponenten • Energie- und Medienflüsse |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisbezug FM | Strategische Bewertung von Redundanz und Wartungsaufwand |
Erläuterung:
Das Prinzipschaltbild ermöglicht eine frühzeitige betriebliche und wirtschaftliche Bewertung. Aspekte wie Redundanz, Teillastverhalten, Wartungszugänglichkeit oder Störfallauswirkungen können bereits in der Vorplanung analysiert werden. Für das FM ist dies entscheidend, um spätere Betriebskosten, Ausfallrisiken und Instandhaltungsstrategien realistisch einschätzen zu können.
Schnittstellen- / Trade-Relationship-Matrix
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Schnittstellenmatrix |
| Zweck & Geltungsbereich | Klare Abgrenzung technischer und organisatorischer Zuständigkeiten |
| Rechts- & Normbezug | VDI 6039 |
| Wesentliche Inhalte | • Gewerkeabgrenzung • Verantwortlichkeiten • Informationsflüsse |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisbezug FM | Koordination, Haftungsvermeidung |
Erläuterung:
Kälteanlagen interagieren mit Elektrotechnik, Gebäudeleittechnik, Brandschutz, Lüftung und baulichen Einrichtungen. Die Matrix reduziert Schnittstellenrisiken, Doppelzuständigkeiten und Haftungsunklarheiten. Für das FM ist sie ein zentrales Instrument zur Sicherstellung eines koordinierten Anlagenbetriebs und klar definierter Melde- und Eskalationswege.
Herstellerinformationen für Instandhaltung – Arbeitsmittel
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Herstellerwartungsinformationen |
| Zweck & Geltungsbereich | Sicherstellung bestimmungsgemäßer Wartung |
| Rechts- & Normbezug | BetrSichV |
| Wesentliche Inhalte | • Wartungsintervalle • Inspektionspunkte • Sicherheitsvorgaben |
| Verantwortlich | Hersteller |
Herstellerdokumentation – Unbefeuerte Druckbehälter
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Druckbehälterdokumentation |
| Zweck & Geltungsbereich | Nachweis der drucktechnischen Sicherheit |
| Rechts- & Normbezug | DIN EN 13445-5 |
| Wesentliche Inhalte | • Prüfzeugnisse • Werkstoffnachweise • Druckprüfprotokolle |
| Verantwortlich | Hersteller |
| Praxisbezug FM | Prüfpflichten, Behörden- und TÜV-Nachweise |
Informationen für die Gefährdungsbeurteilung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Informationsgrundlage Gefährdungsbeurteilung |
| Zweck & Geltungsbereich | Identifikation und Bewertung betrieblicher Risiken |
| Rechts- & Normbezug | BetrSichV |
| Wesentliche Inhalte | • Stoffeigenschaften • Explosions- oder Toxizitätsrisiken |
| Verantwortlich | Betreiber / Fachkundige |
| Praxisbezug FM | Arbeitsschutz, Unterweisungen |
Informationen zu Notfallmaßnahmen
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Notfall- und Störfallinformationen |
| Zweck & Geltungsbereich | Sicherstellung eines koordinierten Vorgehens bei Störungen |
| Rechts- & Normbezug | BetrSichV |
| Wesentliche Inhalte | • Evakuierungsmaßnahmen • Absperrstrategien • Alarmketten |
| Verantwortlich | Betreiber / Arbeitgeber |
| Praxisbezug FM | Notfallmanagement, Behördenkommunikation |
Instandhaltungsbericht
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Wartungs- und Inspektionsbericht |
| Zweck & Geltungsbereich | Dokumentation durchgeführter Instandhaltungsmaßnahmen |
| Rechts- & Normbezug | DIN EN 13306 |
| Wesentliche Inhalte | • Tätigkeiten • Befunde • Mängel • Empfehlungen |
| Verantwortlich | Instandhalter |
| Praxisbezug FM | Zustandsbewertung, Auditnachweis |
Instandhaltungsplan
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Instandhaltungsplan |
| Zweck & Geltungsbereich | Strukturierte Planung aller Wartungsmaßnahmen |
| Rechts- & Normbezug | DIN EN 13306, DIN EN 15331 |
| Wesentliche Inhalte | • Maßnahmenarten • Intervalle • Verantwortlichkeiten |
| Verantwortlich | Instandhalter / Facility Management |
| Praxisbezug FM | Planungssicherheit, Budgetsteuerung |
Instandhaltungszeitplan
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Wartungs- und Terminplan |
| Zweck & Geltungsbereich | Terminliche Koordination der Maßnahmen |
| Rechts- & Normbezug | DIN EN 13306 |
| Wesentliche Inhalte | • Wartungszyklen • Prüfintervalle • Zuständigkeiten |
| Verantwortlich | Instandhalter / Facility Management |
| Praxisbezug FM | Ressourcen- und Terminmanagement |
Stromlauf- und Schaltpläne – LPH 5 (Ausführungsplanung)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Stromlauf- und Schaltpläne |
| Zweck & Geltungsbereich | Technische Durcharbeitung der elektrischen Steuer-, Regel- und Schutzkonzepte |
| Rechts- & Normbezug | HOAI (LPH 5), DIN VDE-Regelwerk, DIN EN 60204-1 |
| Wesentliche Inhalte | • Steuerstromkreise • Sicherheitsschaltungen • Not-Aus-Funktionen • Motorschutz • Verriegelungen |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA / Elektrofachplaner |
| Praxisbezug FM | Referenz für Inbetriebnahme, Wartung, Prüfungen und Störungsanalyse |
Erläuterung:
Die Stromlauf- und Schaltpläne definieren die funktionale und sicherheitstechnische Architektur der Kälteanlage. Für das Facility Management sind sie unerlässlich zur Nachvollziehbarkeit von Schutzlogiken, Verriegelungen, Sicherheitsabschaltungen sowie zur Analyse von Störungen und Umbauten.
Im Betrieb dienen sie als verbindliche Grundlage für wiederkehrende Prüfungen nach BetrSichV sowie für elektrotechnische Arbeiten gemäß DIN VDE 0105-100. Änderungen sind revisionssicher zu dokumentieren.
Unfall- und Schadensbericht – Arbeitsmittel
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Unfall- und Schadensbericht |
| Zweck & Geltungsbereich | Dokumentation von Störfällen, Leckagen, Druckereignissen oder Personenschäden |
| Rechts- & Normbezug | BetrSichV, TRBS 1111, TRBS 3151, Arbeitsschutzgesetz |
| Wesentliche Inhalte | • Ereignisbeschreibung • Ursachenanalyse • Sofortmaßnahmen • Folgemaßnahmen • Behördeninformation |
| Verantwortlich | Arbeitgeber / Betreiber |
| Praxisbezug FM | Arbeitsschutznachweis, Versicherungsdokumentation, Lessons Learned |
Erläuterung:
Bei Anlagen mit natürlichen Kältemitteln besteht ein erhöhtes Gefahrenpotenzial durch toxische, brennbare oder unter Hochdruck stehende Medien. Eine strukturierte Ereignisdokumentation ist daher zwingend erforderlich.
Der Bericht dient der rechtssicheren Nachweisführung gegenüber Behörden und Versicherern, der Ursachenanalyse sowie der Ableitung präventiver Maßnahmen. Er ist Bestandteil des betrieblichen Sicherheitsmanagements und fließt in die Fortschreibung der Gefährdungsbeurteilung ein.
Herstellerunterlagen zur Vorbereitung der Gefährdungsbeurteilung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Herstellerdokumentation zur Gefährdungsbeurteilung |
| Zweck & Geltungsbereich | Bereitstellung technischer Informationen zur betrieblichen Risikobewertung |
| Rechts- & Normbezug | BetrSichV, Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, DIN EN 378 |
| Wesentliche Inhalte | • Restrisiken • Betriebsgrenzen • Sicherheitsdatenblätter • Wartungsvorgaben • Explosionsschutzangaben |
| Verantwortlich | Hersteller / Inverkehrbringer |
| Praxisbezug FM | Grundlage für Gefährdungsbeurteilung und Betriebsanweisung |
Erläuterung:
Der Betreiber ist verpflichtet, vor Inbetriebnahme eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen. Hierzu sind die vollständigen Herstellerunterlagen, einschließlich Risikobeurteilung und Konformitätserklärung, erforderlich.
Diese Unterlagen bilden die Basis für die betriebliche Bewertung von Restrisiken, Wartungsintervallen, Notfallmaßnahmen und Schutzkonzepten und sind integraler Bestandteil der dokumentierten Betreiberverantwortung.
Spezielle technische Unterlagen – Unvollständige Maschinen
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Technische Unterlagen (Teilmaschinen) |
| Zweck & Geltungsbereich | Dokumentation bei Einbindung unvollständiger Maschinen |
| Rechts- & Normbezug | Maschinenrichtlinie 2006/42/EG |
| Wesentliche Inhalte | • Einbauerklärung • Montageanleitung • Schnittstellenbeschreibung • Risikobeurteilung |
| Verantwortlich | Hersteller der Teilmaschine |
| Praxisbezug FM | Integrations-, Konformitäts- und Haftungsnachweis |
Erläuterung:
Modular aufgebaute Kälteanlagen bestehen häufig aus Verdichtereinheiten, Steuerungen oder Hydraulikmodulen, die als unvollständige Maschinen gelten.
Die Einbauerklärung und Montageanleitung sind Voraussetzung für die rechtssichere Gesamtintegration. Das Facility Management muss sicherstellen, dass die vollständige Konformität der Gesamtanlage dokumentiert ist und alle Schnittstellen technisch bewertet wurden.
Ausschreibungsunterlagen mit Leistungsbeschreibung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Vergabe- und Leistungsunterlagen |
| Zweck & Geltungsbereich | Vergaberechtskonforme Leistungsdefinition |
| Rechts- & Normbezug | VOB/A 2019, HOAI |
| Wesentliche Inhalte | • Leistungspositionen • Sicherheitsanforderungen • Explosionsschutzanforderungen • Qualitätskriterien • Dokumentationspflichten |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisbezug FM | Vertragsklarheit, Minimierung von Nachträgen, Lebenszykluskosten |
Erläuterung:
Eine präzise Leistungsbeschreibung definiert technische, sicherheitsrelevante und dokumentarische Anforderungen verbindlich.
Für das Facility Management ist sie maßgeblich zur Vermeidung von Auslegungsrisiken, zur Sicherstellung normgerechter Ausführung sowie zur langfristigen Betriebssicherheit. Dokumentationsanforderungen sind ausdrücklich als Vertragsbestandteil zu definieren.
Vergabevorschlag
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Vergabevorschlag |
| Zweck & Geltungsbereich | Begründete Zuschlagsempfehlung |
| Rechts- & Normbezug | HOAI (LPH 7) |
| Wesentliche Inhalte | • Angebotsvergleich • technische Bewertung • Wirtschaftlichkeitsanalyse • Risikobewertung |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisbezug FM | Transparenz, Revisionssicherheit, Entscheidungsnachweis |
Dokumentation der regelmäßigen Überprüfung der Gefährdungsbeurteilung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Überprüfungsnachweis Gefährdungsbeurteilung |
| Zweck & Geltungsbereich | Regelmäßige Aktualisierung der Risikobewertung |
| Rechts- & Normbezug | BetrSichV, TRBS 1111 |
| Wesentliche Inhalte | • Prüftermine • Änderungsanlässe • neue Gefährdungen • Wirksamkeitskontrolle von Schutzmaßnahmen |
| Verantwortlich | Arbeitgeber / Betreiber |
| Praxisbezug FM | Kontinuierliche Sicherheitsorganisation |
Erläuterung:
Die Gefährdungsbeurteilung ist kein einmaliger Vorgang, sondern ein fortlaufender Prozess.
Änderungen an der Anlage, neue Erkenntnisse oder Schadensereignisse erfordern eine Aktualisierung. Die dokumentierte Überprüfung belegt die kontinuierliche Wahrnehmung der Betreiberpflichten und dient der Haftungsprävention.
Verpflichtung der Lieferanten zur Einhaltung des Arbeitsschutzes
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Verpflichtungserklärung Arbeitsschutz |
| Zweck & Geltungsbereich | Sicherstellung der Einhaltung aller arbeitsschutzrechtlichen Vorgaben bei Lieferung und Montage |
| Rechts- & Normbezug | DGUV Vorschrift 1, Arbeitsschutzgesetz, Betriebssicherheitsverordnung |
| Wesentliche Inhalte | • Einhaltung gesetzlicher Arbeitsschutzvorgaben • Unterweisungsnachweise • Gefährdungsbeurteilung • Koordinationspflichten |
| Verantwortlich | Auftraggeber (Betreiber) |
| Praxisbezug FM | Fremdfirmenmanagement, Haftungsprävention, Auditnachweis |
Erläuterung:
Diese Verpflichtungserklärung ist integraler Bestandteil eines strukturierten Fremdfirmenmanagements. Der Betreiber bleibt gemäß Arbeitsschutzgesetz und Betriebssicherheitsverordnung in der Gesamtverantwortung für Sicherheit und Gesundheitsschutz.
Gerade bei natürlichen Kältemitteln wie Ammoniak oder Propan bestehen erhöhte Gefährdungspotenziale (Toxizität, Explosionsfähigkeit, Druckgefährdung). Die dokumentierte Verpflichtung externer Unternehmen reduziert Organisationsverschulden und schafft Rechtssicherheit im Schadensfall.
Instandhaltungsdokumentation nach VDMA 24186
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Instandhaltungsdokumentation |
| Zweck & Geltungsbereich | Systematische Dokumentation aller Wartungs-, Inspektions- und Instandsetzungsmaßnahmen |
| Rechts- & Normbezug | VDMA 24186-0, BetrSichV, DIN EN 378 |
| Wesentliche Inhalte | • Wartungsprotokolle • Prüfergebnisse • Dichtheitsnachweise • Mängelberichte • Empfehlungen |
| Verantwortlich | Instandhalter / Wartungsingenieur |
| Praxisbezug FM | Auditnachweis, Zustandsbewertung, Betreiberpflichten |
Erläuterung:
Die Instandhaltungsdokumentation bildet das zentrale Nachweisinstrument für die ordnungsgemäße Erfüllung der Betreiberpflichten.
Sie dokumentiert Prüfintervalle, sicherheitsrelevante Feststellungen, Funktionsprüfungen von Sicherheitseinrichtungen sowie Ergebnisse wiederkehrender Prüfungen. Im Sinne der Betriebssicherheitsverordnung dient sie als Grundlage für Gefährdungsbeurteilungen, Fristenüberwachung und die Ableitung technischer Maßnahmen.
Instandhaltungsplanung und -organisation
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Instandhaltungs- und Organisationskonzept |
| Zweck & Geltungsbereich | Festlegung von Wartungsstrategien, Verantwortlichkeiten und Prozessen |
| Rechts- & Normbezug | HOAI (LPH 8), BetrSichV, TRBS |
| Wesentliche Inhalte | • Wartungsstrategie (präventiv/zustandsorientiert) • Fristenmanagement • Eskalationsprozesse • Schnittstellenregelung |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA / Betreiber |
| Praxisbezug FM | Sicherstellung dauerhafter Betriebsbereitschaft und Verfügbarkeit |
Erläuterung:
Ein strukturiertes Organisationskonzept definiert Verantwortlichkeiten zwischen Betreiber, Dienstleister und Fachplaner. Es regelt Inspektionszyklen, Prüfzuständigkeiten sowie das Störungsmanagement.
Im FM ist diese Planung ein wesentliches Steuerungsinstrument zur Sicherstellung der Anlagenverfügbarkeit, zur Minimierung ungeplanter Stillstände und zur Erfüllung gesetzlicher Prüfpflichten.
Wirtschaftlichkeitsnachweis (Proof of Economic Viability)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Wirtschaftlichkeitsnachweis |
| Zweck & Geltungsbereich | Bewertung von Investitions-, Betriebs- und Folgekosten |
| Rechts- & Normbezug | HOAI (LPH 2–3), DIN 276 |
| Wesentliche Inhalte | • Investitionskosten • Energiebedarf • Wartungskosten • Ersatzteilstrategie • Variantenvergleich |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisbezug FM | Investitionsentscheidung, Lebenszyklusbetrachtung |
Erläuterung:
Der Wirtschaftlichkeitsnachweis ermöglicht eine lebenszyklusorientierte Entscheidungsgrundlage. Neben Investitionskosten sind insbesondere Energieeffizienz, Wartungsaufwand, Ersatzteilverfügbarkeit und Stillstandskosten zu berücksichtigen.
Für das FM ist diese Betrachtung essenziell, um nachhaltige Investitionsentscheidungen zu treffen und Budgetrisiken langfristig zu minimieren.
Grafische Darstellung – LPH 3 (Entwurfsplanung)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Entwurfszeichnungen |
| Zweck & Geltungsbereich | Darstellung des konzeptionellen Anlagenaufbaus |
| Rechts- & Normbezug | HOAI (LPH 3), DIN EN 378 |
| Wesentliche Inhalte | • Kältekreislauf • Hauptkomponenten • Sicherheitsbereiche • Aufstellflächen |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisbezug FM | Frühe Betriebseinschätzung, Flächen- und Zugänglichkeitsprüfung |
Grafische Darstellung – LPH 5 (Ausführungsplanung)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Ausführungszeichnungen |
| Zweck & Geltungsbereich | Detaillierte technische Umsetzung |
| Rechts- & Normbezug | HOAI (LPH 5), DIN 18379, DIN EN 378 |
| Wesentliche Inhalte | • Rohrleitungsführung • Dimensionierung • Sicherheitseinrichtungen • Kennzeichnung |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisbezug FM | Referenz für Betrieb, Wartung und Umbauten |
Grafische Darstellung – LPH 7 (Vergabeergebnisse)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Vergabebezogene Ausführungsdarstellung |
| Zweck & Geltungsbereich | Dokumentation der beauftragten technischen Lösung |
| Rechts- & Normbezug | HOAI (LPH 7), DIN 18379, DIN 18381 |
| Wesentliche Inhalte | • Beauftragte Systemvariante • Technische Abweichungen • Leistungsumfang |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisbezug FM | Vertrags-, Nachtrags- und Gewährleistungsmanagement |
