Zum Inhalt springen
FM-Connect Chat

Hallo! Ich bin Ihr FM-Connect Chat-Assistent. Wie kann ich Ihnen helfen?

FM-Solutionmaker: Gemeinsam Facility Management neu denken

Kaltgänge und Warmgänge wirksam trennen

Facility Management: Raumlufttechnische Anlagen » Konzepte » Rechenzentrumskühlung » Einhausung

Kaltgänge und Warmgänge wirksam trennen

Luftströme eindeutig zuordnen

Kaltgänge führen die gekühlte Luft zu den Geräteeintritten; Warmgänge nehmen die erwärmte Luft der Geräte auf. Eine Einhausung unterstützt diese Trennung durch abgestimmte Begrenzungen an Türen, Decken und Schrankreihen. Ziel ist, dass die zugeführte Luft die Rechner tatsächlich durchströmt und erwärmte Luft nicht erneut angesaugt wird. Ob der Kaltgang oder der Warmgang eingehaust wird, ergibt sich aus Raumstruktur, Rückluftführung und Betriebsablauf. Die Auswahl berücksichtigt außerdem Personalzugänge und spätere Erweiterungen. Beide Bauformen benötigen ein zusammenhängendes Konzept für Luftmenge, Druckverhältnisse und Temperaturregelung.

Kalt- und Warmgänge wirksam voneinander trennen

Dichtheit an Übergängen sichern

Die Qualität einer Einhausung zeigt sich besonders an ihren Übergängen. Offene Höheneinheiten im Schrank, fehlende Seitenabdeckungen, Kabeldurchführungen und nicht schließende Türen ermöglichen unerwünschte Luftwege. Diese Leckagen werden bei Planung und Montage gezielt erfasst. Ein geschlossenes Erscheinungsbild allein belegt keine funktionierende Trennung. Vereinbart werden die zu prüfenden Stellen, die zulässigen Betriebszustände und ein geeignetes Nachweisverfahren. Dabei müssen notwendige Druckentlastung, Türbedienbarkeit und Sicherheitsfunktionen erhalten bleiben. Die Einhausung soll die Luft geordnet führen und darf weder unkontrollierte Überdrücke noch neue Betriebsbehinderungen erzeugen. Die vereinbarten Anschlüsse werden in ausführbaren Details dargestellt. Montageabweichungen, unpassende Schrankhöhen und nachträglich verlegte Leitungen sind vor der Funktionsprüfung zu bereinigen. Die Prüfung erfasst auch den Zustand nach dem Öffnen und erneuten Schließen regelmäßig genutzter Zugänge.

Stelle

Typische Schwachstelle

Prüfziel

Schrankfront

Offene Einbauplätze

Rückströmung begrenzen

Durchführung

Ungeschlossene Restöffnung

Luftwege trennen

Gangtür

Unvollständiger Verschluss

Bedienbarkeit und Dichtheit

Deckenelement

Ungeklärte Schutzfunktion

Brandschutz wirksam erhalten

Brandschutz und Sicherheit abstimmen

Eine Einhausung verändert die räumlichen Verhältnisse für Branddetektion, Löschanlagen und gegebenenfalls Rauchableitung. Ihre Bauteile dürfen die vorgesehenen Schutzfunktionen nicht beeinträchtigen. Werkstoffe, Deckenfelder, Durchführungen und Türen werden mit der zuständigen Brandschutzplanung und den tatsächlich vorhandenen Einrichtungen abgestimmt. Allgemeine Aussagen über automatisch öffnende Bauteile oder notwendige Aussparungen reichen hierfür nicht aus. Ebenso bleiben Fluchtwege und sichere Zugänge zu Schaltstellen erforderlich. Die Freigabe umfasst den eingebauten Zustand einschließlich nachträglich ergänzter Leitungen, damit technische Änderungen die ursprüngliche Schutzwirkung nicht unbemerkt verändern.

Wartungsarbeiten praktisch ermöglichen

Im Warmgang können deutlich höhere Temperaturen auftreten als an den Geräteeintritten. Deshalb werden die Bedingungen für Inspektionen, Verkabelungsarbeiten und Komponententausch gesondert bewertet. Aufenthaltsdauer, Arbeitsintensität und die tatsächliche Wärmebelastung bestimmen die erforderliche Arbeitsorganisation. Türen dürfen für Arbeiten geöffnet werden können, ohne dass unbewertete Kühlungsprobleme in benachbarten Reihen entstehen. Für häufige Eingriffe können abgegrenzte Wartungsabschnitte sinnvoll sein. Auch Beleuchtung, Transportwege und die Bedienbarkeit mit Werkzeugen werden geprüft. Ein technisch dichter Gang bleibt nur dauerhaft wirksam, wenn Beschäftigte ihn im Alltag bestimmungsgemäß nutzen können.

Wirkung im Betrieb nachhalten

Nach Herstellung der Einhausung werden Luftmengen und Regelparameter auf die veränderten Strömungswege abgestimmt. Bleiben die bisherigen Einstellungen unverändert, kann ein Teil des möglichen Nutzens verloren gehen. Änderungen erfolgen schrittweise unter Beobachtung der kritischen Geräteeintritte. Dokumentiert werden die erreichten Temperaturen, Druckverhältnisse und Betriebszustände. Bei jeder neuen Schrankbelegung, Kabelnachrüstung oder baulichen Anpassung werden die betroffenen Übergänge erneut kontrolliert. Wiederkehrende Rundgänge erfassen fehlende Abdeckungen und offen gehaltene Türen. So wird die Einhausung als betrieblich wirksamer Bestandteil der Kühlung geführt und nicht nur als einmalige Baumaßnahme betrachtet.